learnventure.online https://learnventure.online/blog/ Fri, 22 May 2026 09:22:56 +0000 de-DE hourly 1 Perplexity, eine gute Alternative zu ChatGPT für Lehrkräfte https://learnventure.online/blog/perplexity-als-alternative-zu-chatgpt/ https://learnventure.online/blog/perplexity-als-alternative-zu-chatgpt/#comments Mon, 24 Feb 2025 00:00:00 +0000 KI-Tools https://learnventure.online/blog/perplexity-als-alternative-zu-chatgpt/ Weiterlesen

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Als Lehrkraft in der Erwachsenenbildung stehst du vor der Herausforderung, stets aktuelle und relevante Informationen für deinen Unterricht zu finden. Gleichzeitig musst du deine Lernenden auf die digitale Zukunft vorbereiten und ihnen den kritischen Umgang mit neuen Technologien vermitteln.

Traditionelle Suchmaschinen liefern oft eine Flut an unsortierten Informationen, während klassische KI-Chatbots wie ChatGPT zwar beeindruckende Antworten geben, aber keine oder nur wenige Quellen nennen, die nicht immer auf dem neuesten Stand sind. Welches KI-Tool kannst du gut mit den Lernenden nutzen und bietet eine tiefe Recherche und fundierte Zusammenstellung von Antworten? 

Hier kommt Perplexity AI ins Spiel – ein leistungsstarkes Tool, das die Vorteile von Suchmaschinen und KI-Assistenten kombiniert. Perplexity unterstützt dich nicht nur bei der effizienten Recherche und Unterrichtsvorbereitung, sondern bietet auch spannende Möglichkeiten, um deine Lernenden aktiv einzubinden und ihre Medienkompetenz zu fördern. In diesem Artikel erfährst du, wie du Perplexity gewinnbringend in deinem Unterricht einsetzen kannst und welche einzigartigen Funktionen es bietet.

Was ist Perplexity und wie unterscheidet es sich von ChatGPT?

Perplexity ist ein innovatives Recherche- und Informationstool, das die Leistungsfähigkeit von künstlicher Intelligenz mit der Genauigkeit traditioneller Suchmaschinen verbindet. 

Es ist eine Kombination aus Sprachmodellen, aktuell Chat-GPT mit dem Modell 03-mini + ganz neu mit dem DeepSeek-Modell (gehostet in der USA) und einer Suchmaschine (Stand März 2025).

Anders als herkömmliche Suchmaschinen, die dich mit einer Fülle von Links überfluten, liefert Perplexity direkte, zusammengefasste Antworten nach einer ausführlichen Recherche.  Dabei greift das Tool auf eine Vielzahl von Quellen zurück und verknüpft diese Informationen intelligent miteinander. Ein besonderes Merkmal: Perplexity gibt stets die Quellen seiner Informationen an, was dir als Lehrkraft die Überprüfung und Weiterverwertung erheblich erleichtert.

Über der generierten Antwort findest du die Quellenangaben. Rechts davon werden dir zum Thema passende Bilder und Videos angezeigt.

Perplexity

Nutzungsmöglichkeiten

Um Perplexity zu nutzen, ist kein Account notwendig. Daher kann Perplexity auch gut mit den Lernenden im Unterricht genutzt werden. Trotzdem empfehle ich einen Account anzulegen, um immer auf die bereits erstellten Inhalte und Anfragen zu zugreifen. 

Du kannst Perplexity auf verschiedene Weise nutzen:

  • Webbasierte Nutzung:  Über die Website https://www.perplexity.ai kannst du das Tool direkt im Browser nutzen – ideal für die schnelle Recherche am Computer.
  • Smartphone-App: Für iOS und Android steht eine benutzerfreundliche App zur Verfügung. So hast du Perplexity immer dabei und kannst auch unterwegs Informationen abrufen oder Ideen für deinen Unterricht sammeln.
  • Kollaborative Nutzung: Perplexity bietet die Möglichkeit, "Räume" zu erstellen, in denen du mit Kollegen oder Lernenden gemeinsam an Themen arbeiten kannst. Dies fördert das kollaborative Lernen und den Austausch von Ideen.
  • Browser-Erweiterungen: Für Chrome und andere gängige Browser existieren Add-ons, die dir einen schnellen Zugriff auf Perplexity direkt aus deinem Browserfenster ermöglichen.

Es gibt einen kostenlosen Basiszugang zu Perplexity mit vielen nützlichen Funktionen für den Einstieg. Wer regelmäßig mit Perplexity arbeitet, bekommt mit Perplexity Pro Version für 20 USD pro Monat (Stand Feb. 2025) erweiterte Funktionen, wie unbegrenzte Anfragen, Zugang zu verschiedenen Sprachmodellen, ausführliche Suche mit vielen Quellen und die Möglichkeit, eigene Dateien hochzuladen, sowie Bilder zu erstellen. 

Ich habe meist nur die kostenfreie Version in der Anwendung, diese läuft stabil und liefert gute Ergebnisse und reicht in der Regel aus. Vor allem dann, wenn du mehrere KI-Tools in der Anwendung hast. 

ChatGPT vs. Perplexity im Vergleich

Während sowohl ChatGPT als auch Perplexity auf ähnlichen KI-Grundlagen basieren, gibt es einige wichtige Unterschiede:

Der größte Unterschied besteht in der Quellenangabe. Perplexity integriert Zitate und Verweise auf die Ursprungsquellen direkt in seine Antworten, was die Überprüfung und Validierung der Informationen erleichtert. Diese Funktion macht Perplexity zu einer wertvollen Alternative zu ChatGPT, insbesondere für Bildungszwecke, da sie kritisches Denken und Informationskompetenz fördert.

Im Vergleich zu anderen KI-Tools wie ChatGPT konzentriert sich Perplexity  auf die Entdeckung und den Austausch von Informationen, während ChatGPT sich auf die Bereitstellung von Konversationen und Dialogen konzentriert. Mehr dazu kannst du in meinem Blogartikel Vergleich der Top-Sprachmodelle lesen.

Perplexity läuft sehr stabil und ist einfach und intuitiv zu bedienen. Die Antworten werden schnell und flüssig erstellt. ChatGPT bleibt in der kostenfreien Version oft hängen oder ist sehr langsam, je nach Tageszeit und verbrauchter Tokens.

Die Funktionalität und Eigenschaften von Perplexity AI und ChatGPT entwickeln sich ständig und rasant weiter.

Funktionen Perplexity

Anwendungsmöglichkeiten von Perplexity

Perplexity AI bietet vielfältige Möglichkeiten zur Wissensvermittlung und -erweiterung. Die innovative Plattform überzeugt durch aktuelle Informationen, übersichtlich aufbereitete Antworten und die Möglichkeit, sich intensiv in Themen zu vertiefen. 

Anwendungsmöglichkeiten

  • intensive Recherche mit Quellenangaben
  • Unterrichtsvorbereitung und Planung
  • Erstellen von Arbeitsmaterialien für den Unterricht
  • Zusammenarbeit in Spaces im Team oder Schüler*innen
  • Dateien hochladen und daraus Klausuren oder Aufgaben erstellen
  • Lernpläne erstellen mit der Auswahl von geeigneten Lernmedien

Recherche

Im Unterricht kommen häufig Fragen auf zu aktuellen Themen oder Gesetzesänderungen.  Manchmal lasse ich die Teilnehmenden ihre Fragen von der KI beantworten und wir vergleichen dann die Ergebnisse und sprechen über die verschiedenen Antworten. So lernen die Teilnehmenden den kritischen Umgang mit der KI. Und für mich ist es entlastend, denn ich musste nicht mehr auf alle Fragen die passende Antworten haben.

Inzwischen arbeiten wir intensiv mit dem Tool, so können die Teilnehmenden Fragen aktuell und zeitnah beantworten und bekommen weitere Anregungen und Ideen für ihre Lösungsfindungen.

Suchen und Finden mit Zugriff auf Bilder und Videos

Perplexity kann youtube Videos durchsuchen, dir Vorschläge machen und youtube Videos zusammenfassen. Diese Funktion kann enorm viel Zeit sparen bei der Unterrichtsvorbereitung.

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Wissen teilen und Inhalte exportieren

Wenn ein Thema intensiv mit dem Tool bearbeitet wird, entsteht oft ein schöner Verlauf mit vielen guten Inhalten. Im Unterricht kann dies direkt auf dem Smartboard für alle sichtbar gemacht werden. Um das Ergebnis zu sichern, gibt es folgende Möglichkeiten:

Der Text kann kopiert werden, um ihn in Word oder einem Textverarbeitungsprogramm weiter zu bearbeiten oder abzuspeichern. Oder der Link kann geteilt werden, so dass alle direkt auf den Verlauf zugreifen können. Als Beispiel ein Link für die Erstellung eines Lernplans zur Klausurvorbereitung mit Perplexity.

Die Eingabeaufforderungen müssen entsprechend angepasst werden. Probiere einfach aus, was gut ist, behalte es bei, was nicht passt. Speichere die Prompts, die gut funktionieren, dann kannst du sie beim nächsten Mal einfach wieder verwenden. Wenn du ein Konto bei OpenAI (ChatGPT) oder Perplexity AI hast und eingeloggt bist, kannst du auch auf deinen Verlauf und deine Prompts zugreifen.

Wie kann man sicherstellen, dass die Ergebnisse vertrauenswürdig sind?

Immer wieder werde ich gefragt, wie man sicherstellen kann, dass die Ergebnisse von Perplexity  vertrauenswürdig sind. Dazu gibt es einige Schritte, die man unternehmen kann:

  • Überprüfen der Quellen: Perplexity  gibt die Quellen an, die zur Bereitstellung der Antwort verwendet wurden. Der Benutzer kann diese Quellen anklicken und überprüfen, um sicherzustellen, dass sie vertrauenswürdig sind.
  • Überprüfen der Ergebnisse: Der Benutzer kann die Ergebnisse, die von Perplexity AI bereitgestellt werden, mit anderen Quellen vergleichen, um sicherzustellen, dass sie korrekt sind.
  • Verwendung von mehreren Tools: Der Benutzer kann mehrere Tools und Suchmaschinen verwenden, um die Ergebnisse zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie konsistent sind.
  • Verwendung von Expertenwissen: Der Benutzer kann Expertenwissen verwenden, um die Ergebnisse von Perplexity zu überprüfen und zu validieren. Im Unterricht lasse ich die Lernenden die Ergebnisse untereinander und mit den Fachbüchern vergleichen. Nach dem Motto "finde den Fehler oder die Lücken". 

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Perplexity nicht als die ultimative Antwortmaschine betrachtet werden sollte, sondern als eine sinnvolle Ergänzung zu anderen KI-Tools und Suchmaschinen. Der Benutzer sollte immer kritisch denken und die Ergebnisse überprüfen.

Um Perplexity optimal in deinem Unterricht einsetzen zu können, ist es hilfreich, einige grundlegende Konzepte der künstlichen Intelligenz zu verstehen. Lass uns gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Aspekte werfen.

KI-Grundlagen

Generative KI, wie sie in Perplexity zum Einsatz kommt, ist eine Form der künstlichen Intelligenz, die in der Lage ist, neue Inhalte zu erzeugen. Im Kern dieser Technologie stehen Sprachmodelle, so genannte Large Language Modelle (LLM). Diese Modelle wurden mit riesigen Mengen an Texten "trainiert" und haben dadurch gelernt, Muster und Zusammenhänge in der Sprache zu erkennen. Wenn du eine Frage stellst oder eine Aufgabe gibst, nutzt das Modell dieses "erlernte Wissen", um eine passende Antwort zu generieren.

Generieren bedeutet, dass die Antwort jedes mal NEU erstellt wird. Wenn 20 Lernende die gleiche Frage an eine KI stellen, bekommen sie ähnliche Antworten - aber nie gleiche!

Noch kann die KI nicht logisch denken. Auch wenn du jetzt häufiger auf Begriffe, wie "Tiefe Forschung" oder "Deep Thinking" in den Sprachmodellen stößt. Die KI konstruiert die Antwort jedes mal neu, aufgrund des Kontexts und der nächtsen nachfolgenden Worten. Die Antworten sind immer abhängig von den Trainingsdaten und der Art und Weise des Trainings, den Algorithmen und vor allem auch den verwendeten Prompts. 

Gute Prompts erstellen

Es gibt einige Regeln für die Formulierung der Prompts. Je besser du die passenden Prompts stellst, desto genauer und verwendbarer wird dein Ergebnis.

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  1. Rolle zuweisen: Lasse ChatGPT oder Perplexity in eine bestimmte Rolle schlüpfen, z.B. als Sprachlehrer oder Experte für ein Thema oder Pipi Langstrumpf. Dadurch erhältst du passgenauere Ergebnisse.
  2. Kontext liefern: Gib ausreichend Informationen und Hintergrund, damit die KI den gewünschten Inhalt besser verstehen kann, z.B. Art der Aufgabe, Länge, Anzahl der Beispiele, Sprachstil, Kompetenzstufe
  3. Präzise ausdrücken: Gib kurze, klar formulierte Anweisungen, wie z.B. erstelle, schreibe, mache ein Brainstorming, gib Feedback
  4. Teste und verbessere: Experimtentiere mit verschiedenen Prompts und beobachte die Ergebnisse. Passe deine Prompts immer weiter an, um bessere Antworten zu erhalten.
  5. Teile gute Prompts im Team: Hast du gute Prompts erstellt, dann freue dich über die Zeitersparnis und teile sie mit deinen Kolleginnen und Kollegen, so entsteht mit der Zeit ein Fundus, auf den alle zugreifen können. Das geht übrigens auch mit den Auszubildenden. Legt für die einzelnen Fächer oder Aufgaben einen Fundus mit guten Prompts an und freut euch über gute Diskussionen und Ergebnisse.

Zusammenfassung

Perplexity als Alternative zu ChatGPT bietet faszinierende Möglichkeiten, die Arbeit zu erleichtern und den Unterricht zu bereichern, sowie das Lernen lernwirksamer zu gestalten. Mit seinen Echtzeit-Daten, der integrierten Quellenangabe und den vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten kann es ein wertvolles Werkzeug in deinem pädagogischen Repertoire sein.

Letztendlich geht es darum, Perplexity als das zu nutzen, was es ist: ein leistungsfähiges Hilfsmittel, das deine pädagogischen Fähigkeiten ergänzt und verstärkt. Mit dem richtigen Ansatz kann Perplexity dazu beitragen, einen inspirierenden, zukunftsorientierten Unterricht zu gestalten, der deine Schüler*innen auf die Herausforderungen der digitalen Welt vorbereitet.

In den Workshops sind die meisten Lehrkräfte sehr begeistert und fasziniert, über die ausführliche Recherche und Zusammenfassung der Antworten mit Quellenangaben. Nach den Workshops benutzen  über 80% der Lehrkräfte regelmäßig Perplexity zur Recherche, zur Unterrichtsplanung und zum Erstellen von Fallbeispielen und Lernmaterialien.

Möchtest du mehr dazu erfahren, wie du Perplexity und die führenden Sprachmodelle zur Unterrichtsvorbereitung und Arbeitserleichterung nutzen kannst? Dann hol dir die kostenfreie Anleitung "Einfache Unterrichtsvorbereitung mit KI-Tools"

Viel Spaß und gute Ergebnisse beim Ausprobieren!


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Kostenlose KI-Bilder erstellen: Top 5 Tools 2024 für Lehrkräfte https://learnventure.online/blog/kostenlose-ki-bilder-erstellen-top-5-tools-2024-fuer-lehrkraefte/ https://learnventure.online/blog/kostenlose-ki-bilder-erstellen-top-5-tools-2024-fuer-lehrkraefte/#comments Thu, 28 Nov 2024 13:02:00 +0000 https://learnventure.online/blog/kostenlose-ki-bilder-erstellen-top-5-tools-2024-fuer-lehrkraefte/ Weiterlesen

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Stell dir vor, du könntest deine Unterrichtsmaterialien innerhalb von Minuten individuell und kreativ gestalten, ohne stundenlang nach passenden Bildern suchen zu müssen. Genau das ermöglichen dir KI-Bildgeneratoren! Doch bei der Vielzahl an Tools kann es schwer sein, das richtige für deinen Unterricht, Seminare oder Online-Kurse zu finden.

In diesem Artikel habe ich 5 der bekanntesten Tools um kostenlose KI-Bilder zu erstellen, ausführlich für dich getestet. Nicht nur im Hinblick auf Bildqualität, sondern auch Bedienbarkeit und Funktionen. Zu jedem Bildgenerator findest du zudem zwei Testbilder, damit du die Bildqualität selbst vergleichen kannst.

Das Beste daran:

Die meisten der Generatoren haben kostenlose Testversionen, bieten Start-Credits an oder sind sogar komplett kostenlos.

Warum solltest du KI-Bildgeneratoren nutzen?

Bildgenerierung kann eine echte Bereicherung im Unterrichtsalltag sein. Was sind die Vorteile und für was kannst du die Bilder nutzen?

Zeitersparnis: Mit Bild-KI erstellst du schnell und genau die Visualisierungen, die du brauchst für dein Thema gerade brauchst.

Personalisierte Inhalte: Jeder Lernende und jede Klasse ist anders. Bildgeneratoren erlauben dir, personalisierte Inhalte zu erstellen, die sich an den Interessen der Lernenden und am Thema anpassen lassen. Das ermöglicht individuellen Unterricht mit Abwechslung.

Visuelle Unterstützung für verschiedene Lernstile: Manche Schüler*innen lernen besser, wenn sie Dinge sehen statt nur hören oder lesen. Visualisierungen helfen besonders denjenigen, die einen visuellen Lernstil bevorzugen oder noch nicht so gut Deutsch können. Mit den KI-Bildgeneratoren kannst du komplexe Sachverhalte verständlich und ansprechend darstellen.

Kreativität fördern: KI-Bildgeneratoren sind auch eine großartige Möglichkeit, um die Kreativität deiner Schüler*innen zu fördern. Lass sie eigene Bilder generieren, um Geschichten zu erzählen, Projekte zu gestalten oder ihre Ideen zu visualisieren. So werden sie aktive Gestalter ihrer Lerninhalte und nicht nur Konsumenten.

Individuelle Lehrmaterialien : Gestalte Poster oder Arbeitsblätter mit ansprechenden, individuellen Bildern. Dies macht das Lehrmaterial individueller und visueller ansprechend.

Mit diesen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten kannst du deinen Unterricht abwechslungsreicher und effektiver gestalten. Welche KI-Tools gibt es dazu?

5 Tools um kostenlose KI-Bilder zu erstellen im Vergleich

Es gibt inzwischen sehr viele KI-Bildgeneratoren. Viele davon sind kostenpflichtig und brauchen einiges an Übung, um wirklich gute Bilder zu generieren. Einige KI-Bildgeneratoren sind in KI-Tools integriert für multimodale Anwendungen. Das KI-Bildmodell von OpenAI ist DALL-E. Dieses ist in ChatGPT, Copilot, Canva und zahlreichen anderen Tools integriert. 

Wenn du ein Bildgenerator nutzen möchtest, musst du dich in den jeweiligen Tools anmelden und einen kostenfreien Account anlegen. Ich habe viele KI-Bildgeneratoren getestet und davon 5 Tools ausgewählt, die ich für Lehrkräfte, Lernbegleiter und Dozenten gut finde und kostenfrei zu nutzen sind.

Die Auswahl erfolgte nach:

  • der Bildqualität
  • der Benutzerfreundlichkeit
  • dem Funktionsumfang und Möglichkeit der Anwendungen
  • der Ergebnisse mit Umsetzung des Prompts
  • kostenfreie Anwendung

Eines schon vorab: Jedes Tool hat seine eigenen Stärken und ist für unterschiedliche Zwecke geeignet. Die Wahl des richtigen Tools hängt von den spezifischen Anforderungen ab und der Anzahl der Bilder, die benötigt werden.

Die verwendeten Prompts

Zu jedem Bildgenerator findest du 4 Beispielbilder, die ich für bestmögliche Vergleichbarkeit immer mit denselben Prompts (Befehlen) erstellt habe. Die Prompts sind sehr unterschiedlich, um aufzuzeigen, wie gut die Tools arbeiten und in welchen Bereichen noch Schwächen sind.

  • Prompt 1 ist sehr einfach gehalten und soll die Fähigkeit der KI-Tools zur Bildbeschriftung mit einem einfachen Prompt aufzeigen.
  • Prompt 2 ist komplex, ich habe ihn mir zuvor in ChatGPT erstellen lassen und mehrmals angepasst und soll zeigen, ob eine Darstellung komplexer Sachverhalte mit detaillierten Anweisungen durch die KI-Bildtools möglich ist. 
  • Prompt 3 soll zeigen, wie gut die Fotoqualität der Tools ist.
  • Prompt 4 habe ich aus einem Bild mitsamt Formulierung aus Canva und ein wenig angepasst. Dieser Prompt ist sehr komplex und soll zeigen, wie die Tools detaillierte Anweisungen umsetzen und wie gut die Tools in der Lage sind, individuelle Schriften und Farben zu generieren.

Prompt 1: Beispiel Erdkugel mit Beschriftung

 👩‍💻 "Die Erdkugel in Aquarell mit der Beschriftung der Kontinente an richtiger Stelle: Amerika, Europa, Asien, Australien, Afrika".

Prompt 2: Beispiel Blutkreislauf zum Beschriften

👩‍💻 "Ein detailliertes Diagramm des menschlichen Blutkreislaufs, ideal für den Unterricht in der Pflegeausbildung. Das Bild zeigt den vollständigen Kreislauf des Blutes, einschließlich des Herzens, der großen Arterien und Venen, sowie der Hauptorgane. Die beiden Kreislaufsysteme (Lungenkreislauf und Körperkreislauf) sind durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet, um die Sauerstoffversorgung deutlich zu machen. Alle Hauptbestandteile des Kreislaufs sollten gut sichtbar und klar strukturiert sein, damit die Lernenden das Bild beschriften und verstehen können. Das Design sollte übersichtlich und didaktisch ansprechend sein, um die Anatomie des Blutflusses gut zu veranschaulichen."

Prompt 3:  Klassenzimmer

👩‍💻 "Ein schönes Klassenzimmer mit jungen Erwachsenen, die an ihrem Laptop lernen und dabei der Lehrerin zuhören, die am Smartboard den Blutkreislauf erklärt. Gestochen scharfes Foto mit sanften Farben mit einem Fenster, durch das Sonnenlicht scheint."

Prompt 4: Luftballons mit Beschriftung 

👩‍💻 "Ein gestochen scharfes, kontrastreiches professionelles Foto, das mehrere bunte Ballons zeigt, von denen jeder eine Begrüßung in einer anderen Sprache aufweist: Das englische „hello“ in fettgedruckter, kursiver Schrift, das spanische „Hola“ in stilisierten, orangenen Buchstaben, das französische „Bonjour“ in eleganter, tealfarbener Typografie und „Guten Tag“ in moderner Schrift. Die perfekt aufgeblasenen Ballons sind kunstvoll in einer sanften, schwungvollen Kurve arrangiert und ziehen den Blick des Betrachters zur Bildmitte. Die Szene im Klassenzimmer dahinter ist weich und leicht verschwommen und deutet auf einen sonnigen Tag hin. Die geringe Tiefenschärfe der Kamera sorgt dafür, dass der Fokus auf den Ballons bleibt, wobei ein leichter Bokeh-Effekt ein wenig Tiefe erzeugt und der Gesamtkomposition eine interessante visuelle Note verleiht."

Die Anwendung der Prompts in 8 KI-Tools mit Ergebnissen

DALL-E 3

DALL-E 3 ist ein KI-Bildgenerator von OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT und ist in verschiedenen KI-Tools integriert. Du kannst DALL-E 3 über drei verschiedene Tools nutzen:

  • ChatGPT
  • Copilot
  • Bing Image Creator

Die Bildgenerierung ist in allen 3 Tools sehr einfach – du kannst der KI in natürlicher Sprache beschreiben, was du brauchst und dein Bild wird erstellt. Gib dazu im Chatfenster den Prompt ein. Der Prompt kann in Stichwörter oder ganze Sätzen mit detaillierten Beschreibungen erfolgen.

Dieser könnte z.B. so aussehen: “Ein Bild von einem Patienten, der am Bettrand sitzt und von einer Pflegekraft den Blutdruck gemessen bekommt im Comic Stil.”

Das Bild wird generiert und kann dann heruntergeladen werden. Die Bilder unterliegen nicht dem Urheberrecht und dürfen zur Veröffentlichung z.B. in Präsentationen, Arbeitsblättern oder Handouts verwendet werden. Ich schreibe immer unter das Bild "generiert oder erstellt mit ..."

Bilder in ChatGPT erstellen

ChatGPT verfügt mittlerweile über eine Integration von DALL-E, welches direkt in den Chat integriert ist. Dies macht es besonders nützlich für die schnelle und dialogbasierte Erstellung von Bildern. 

In der kostenfreien Version kannst du 2 Bilder am Tag erstellen. Die Bilder können in der kostenfreien Version nicht nachgearbeitet oder angepasst werden. Wenn das Bild für dich passt, kannst du es herunterladen und für das Arbeitsblatt, Präsentation etc. verwenden. Die Qualität der Bilder ist sehr gut.

Copilot (Microsoft)

Copilot ist in verschiedene Microsoft-Anwendungen wie PowerPoint integriert. Die Integration ist allerdings kostenpflichtig. Der Preis liegt, Stand November 24, bei 22€ pro Monat. Das Tool unterstützt kreative Arbeitsprozesse, indem es automatisch Bilder, Layouts und sogar komplette Präsentationen in PowerPoint generiert. Die nahtlose Integration in Office-Programme macht Copilot besonders attraktiv. Du kannst direkt in PowerPoint Bilder erstellen lassen, was ideal ist, wenn du deine Unterrichtspräsentationen schnell verbessern möchtest.

Copilot kann aber auch kostenfrei über die Webseite genutzt werden, gib dazu: https://copilot.microsoft.com/ ein. Dann kannst du den Prompt direkt ins Chatfenster eingeben und das Bild generieren. Es kann sein, dass du dich mit deiner Microsoftadresse (E-Mail) anmelden musst. Ohne Anmeldung kannst du Bilder im Bing Image Creator erstellen. Bing ist die Suchmaschine von Microsoft mit Integration von Copilot und DALL-E. 

Bing Image Creator

Im Bing Image Creator kannst du ebenfalls kostenfrei Bilder generieren. Momentan gibt es 100 Credits, damit kannst du bis zu 300 Bilder erstellen. Es werden für jeden Prompt vier Bilder generiert.

Grenzen und Nachteile von DALL-E 3 in den jeweiligen Tools

Die Detailsteuerung ist noch begrenzt. Je komplexer der Bildwunsch, desto schwieriger wird es für die KI diese umzusetzen. Fotorealistische Bilder sind deswegen noch nicht immer fehlerfrei und gut. Außerdem können in der kostenfreien Version die Teilbereiche in den Bildern nicht individuell nachgearbeitet werden. Ebenso ist die Integration von Text in Bildern noch nicht immer gut bzw. benötigt gute Promptfähigkeiten, um gute Ergebnisse zu erhalten. Diese kannst du gerne in meinem Workshop "Prompts für Profis" erlangen. 

Ideogram

Ideogram ist ein innovatives KI-Tool, das es ermöglicht, aus einfachen Textbeschreibungen realistische Bilder, Poster, Logos und vieles mehr zu generieren. Es ist eines der ersten Tools, das Text direkt in ein Bild integriert, anstatt einen Text über ein bereits vorhandenes Bild zu legen.

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Die Bedienung von Ideogram ist einfach und übersichtlich. Melde dich an, um das Tool kostenfrei nutzen zu können.  Du gelangst dann zu einer Galerie und kannst sehen, was andere kreiert haben und dich inspirieren lassen. Wenn du auf auf ein Bild klickst, hast du verschiedene Möglichkeiten:

  • Prompt kopieren und individuell anpassen
  • Beschreibung ansehen (ist sehr hilfreich, um Ideen für eigene Prompts zu bekommen)
  • Bild kopieren und verwenden
  • Bild bearbeiten

Du kannst natürlich auch ein eigenes Bild mit deinem Prompt erstellen. Das Besondere an Ideogram sind die vielfältigen Stile und Formate sowie die Gallerie zur Inspiration.

Grenzen und Nachteile: Das Erstellen des Bildes dauert teilweise sehr lange. Leider funktioniert die Beschriftung der Bilder bzw. das Integrieren von Text in Bildern bis jetzt nur ansatzweise, siehe selbst:

Bildschirmfoto 2024 11 13 um 12.59.32

Flux

Flux ist ein neuer KI-Bildgenerator, der von dem deutschen Unternehmen Black Forest Labs entwickelt wurde. Flux.1 ist ein leistungsstarkes KI-Modell zur Bildgenerierung, das erst kürzlich angekündigt wurde und bereits für Aufsehen in der Kreativ- und Tech-Branche sorgt. Es positioniert sich als potenzieller neuer Standard für generative Medien und tritt damit in Konkurrenz zu etablierten Tools wie Midjourney und DALL-E. 

Ich habe Flux im Vergleich mit aufgenommen, weil es von einem deutschen Unternehmen entwickelt wird und sehr fantastische in den vielfältigsten Stilrichtungen generiert. Flux ist derzeit nur über bestimmte Plattformen teilweise kostenlos nutzbar:

  • Replicate
  • fal.ai
  • HuggingFace
  • Poe (kostenpflichtig, dafür aber viele Tools nutzbar)

Grenzen und Nachteile: Das Tool befindet sich noch in der Entwicklungsphase und ist in der kostenfreien nur eingeschränkt nutzbar. 

Adobe Firefly

Adobe Firefly ist der hauseigene KI-Bildgenerator von Adobe. Adobe Firefly nutzt ein selbst entwickeltes KI-Modell, das auf Bildern von Adobe Stock, öffentlich lizenzierten und gemeinfreien Inhalten trainiert wurde. Adobe Firefly kann man nicht nur im Browser, sondern auch in Photoshop direkt bei Adobe Express nutzen. 

Auch hier findet man eine Galerie mit vielen schönen Bildern zur Inspiration und zur Nutzung. Jedes Bild kann noch individuell angepasst werden. Das Tool ist einfach zu bedienen. Du gibst einen Textbefehl ein und bekommst vier KI-Bilder erstellt. Anschließend kannst du in der rechten Seitenleiste noch einige grundlegende Einstellungen zu Seitenverhältnis, Bildtyp, Stil, Belichtung oder Farbe vornehmen.

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Canva

Canva ist ein beliebtes Online-Grafikdesign-Tool, das mit einer KI-Unterstützung zur Bildgenerierung ausgestattet ist. Es bietet eine Vielzahl von Vorlagen, die durch KI-generierte Bilder ergänzt werden können. Dazu verwendet Canva mehrere KI-Bildgeneratoren:

  • AI Image Generator: Dies ist Canvas eigener KI-Bildgenerator, der auf Basis von Textbeschreibungen neue Bilder erstellt12.
  • Dream Lab: Ein neuer, fortschrittlicher Bildgenerator, der auf der Übernahme von Leonardo.ai basiert. Er ermöglicht die Erstellung von Bildern in verschiedenen Stilen wie 3D-Renderings und Illustrationen2.
  • DALL-E: Canva hat auch DALL-E, den bekannten KI-Bildgenerator von OpenAI, in seine Plattform integriert3.
  • Imagen: Der Bildgenerator von Google Cloud ist ebenfalls in Canva verfügbar

Canva punktet mit seinem leicht bedienbaren Interface und einer Vielzahl an Vorlagen. Du kannst damit schnell und einfach Poster, Handouts und andere visuelle Materialien erstellen. Weitere Besonderheiten von Canva:

  • viele Anwendungen sind nur kostenpflichtig nutzbar
  • Schulen können sich registrieren und bekommen dann kostenfreie Nutzung
  • es beinhaltet viele, unterschiedliche Tools und Apps und hat somit viele Anwendungsmöglichkeiten, wie Präsentationen, Bilder generieren und bearbeiten, Poster, PDF´s, Filme, animierte Präsentationen, Social Media Beiträge und vieles mehr
  • alle Bilder können individuell verändert werden

Grenzen und Nachteile: Canva bietet weniger Flexibilität, wenn es um spezifische Bildwünsche geht. Die Vorlagen sind großartig mit einer vielfältigen Auswahl an Bildern und Grafiken. Bei sehr speziellen Anforderungen kann das Tool (noch) nicht mit den spezialisierteren KI-Bildgeneratoren mithalten.

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Egal für welches Tool du dich entscheidest. Um gute Bilder zu bekommen, brauchst du detaillierte Prompts. Das heißt du sagst der KI welche Art von Bild du möchtest, in dem du das Bild beschreibst. Doch worauf kommt es bei einem guten Prompt an?

Grundlagen von Prompts zur Bildgenerierung

Wenn du die KI zur Visualisierung von Unterrichtsinhalten nutzt, denke daran, was für deine Schüler*innen am hilfreichsten ist. Soll das Bild einfach und klar sein oder viele Details enthalten? Passen bestimmte Farben besser zum Thema? Diese Überlegungen sollten deine Prompts leiten.

Was ist ein Prompt?

Ein Prompt ist eine Eingabeanweisung, die du der KI gibst, damit sie ein Bild generiert. Das kann so einfach sein wie „Ein Hund, der Ball spielt“ oder auch sehr detailliert und komplex.

Wichtige Aspekte eines guten Prompts

  • Klarheit und Präzision Ein präziser und klar formulierter Prompt führt in der Regel zu besseren Ergebnissen. Versuche genau zu beschreiben, was du sehen möchtest.
  • Details und Attribute: Es lohnt sich, Details wie Stil, Farben, Umgebung oder Stimmung anzugeben. Dies hilft der KI, genau das Bild zu generieren, das du dir vorstellst.
  • Beispiele: Ein Prompt wie „Ein sonniger Tag im Park mit einem Kind, das einen Drachen steigen lässt, im Cartoon-Stil“ führt zu einem besseren Ergebnis als nur „Kind im Park“. Je genauer du formulierst, desto besser kann die KI deinen Wunsch umsetzen.

Dazu schauen wir folgenden Prompt genauer an: 

"Ein schönes Klassenzimmer mit jungen Erwachsenen, die an ihrem Laptop lernen und dabei der Lehrerin zuhören, die am Smartboard den Blutkreislauf erklärt. Gestochen scharfes Foto mit sanften Farben mit einem Fenster, durch das Sonnenlicht scheint.“

Dieser Prompt beschreibt genau, was generiert werden soll. Die KI bekommt Informationen dazu, WAS (Klassenzimmer, junge Erwachsene, Tafel mit Blutkreislauf) auf dem Bild zu sehen sein soll und WIE (gestochen scharf, Sonnenlicht) es dargestellt werden soll. Der STIL des Bildes wird angegeben als Foto. Hier könntest  du z.B. auch sagen ein Gemälde oder ein Comic. 

Wichtige Bildattribute für gute Bilder

Um mit den KI-Tools richtig gute Bilder zu generieren, kannst du deine Vorstellungen über das fertige Bild im Prompt formulieren. Dabei kommt es wie beim Malen oder beim Fotografieren auf folgende Faktoren an: 

  • Stil
  • Stimmung
  • Licht, Farben
  • Blickwinkel, Sicht, Fokus
  • Vordergrund, Hintergrund

Diese Attribute beeinflussen maßgeblich, wie das Bild wahrgenommen wird und ob es die gewünschte Wirkung im Unterricht erzielt.

Stimmung

Die richtige Atmosphäre erzeugen: Die Stimmung des Bildes kann erheblich beeinflussen, wie die Lernenden das Thema wahrnehmen. Ein Bild im „fröhlichen, bunten Cartoon-Stil“ wirkt anders als ein Bild mit „düsterer, mystischer Stimmung“. Überlege dir vorab, welche Stimmung du vermitteln möchtest und nutze Begriffe wie „heiter“, „bedrohlich“, „entspannt“ oder „abenteuerlich“, um die Atmosphäre des Bildes zu definieren.

Licht und Farben

Lichtquellen und Helligkeit: Licht kann dramatische Effekte erzeugen oder helfen, ein Thema anschaulicher zu machen. Zum Beispiel könnte „goldenes Abendlicht“ eine warme, beruhigende Stimmung erzeugen, während „kühles Neonlicht“ eher eine moderne, technische Atmosphäre hervorruft. Lichtquellen, wie „Sonnenlicht durch ein Fenster“, können außerdem spezifische Akzente setzen und eine Geschichte visuell untermauern.

Farbschema: Farben haben einen großen Einfluss auf die Stimmung und die Verständlichkeit von Bildern. Nutze Farben, um den Fokus zu lenken, etwa „bunte und fröhliche Farben für ein Kinderposter“ oder „gedämpfte, erdige Töne für eine historische Darstellung“. Achte darauf, dass die Farben zur Altersgruppe und zum Thema passen.

Blickwinkel und Sicht

Perspektive und Blickwinkel: Der Blickwinkel, aus dem das Bild erstellt wird, kann die Wahrnehmung stark beeinflussen. Möchtest du ein Bild „aus der Vogelperspektive“ haben, um einen Überblick zu geben? Oder bevorzugst du „die Sicht aus den Augen eines Akteurs“, um die Situation persönlich und nahbar wirken zu lassen? Ein „Blick durch das Fenster“ kann eine distanzierte, beobachtende Perspektive vermitteln, während ein „Nahaufnahme von vorne“ dem Bild mehr Intimität verleiht.

Blickwinkel durch spezifische Perspektiven: Beispielsweise könntest du für eine Anleitung ein Bild „aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers“ erstellen lassen. So können die Lernenden direkt erleben, was die Arbeitsschritte beinhalten.

Fokus, Vordergrund und Hintergrund

Fokus und Details: Was soll im Mittelpunkt des Bildes stehen? Mit Begriffen wie „fokussiert auf die Lehrkraft, die erklärt“ oder „unscharfer Hintergrund, um den Fokus auf den Lernenden zu lenken“ kannst du genau festlegen, wo der Betrachter hinschauen soll. Der Fokus beeinflusst, ob bestimmte Details ins Auge fallen oder ob der Gesamteindruck zählt.

Vorder- und Hintergrundgestaltung: Denke auch an den Hintergrund des Bildes. Ein „aufgeräumter, heller Klassenraum im Hintergrund“ vermittelt eine andere Botschaft als ein „chaotischer, lebendiger Spielplatz“. Der Hintergrund kann unterstützend wirken oder die Hauptaussage des Bildes stören, daher ist es hilfreich, diesen ebenfalls genau zu beschreiben.

Beispielhafte Prompts unter Berücksichtigung der Bildattribute

„Eine Lehrkraft, die in einem hellen, modernen Klassenzimmer am Smartboard unterrichtet, während Sonnenlicht durch die Fenster scheint. Der Fokus liegt auf der Lehrkraft, die Schüler im Hintergrund sind leicht unscharf. Fröhliche, warme Farben, Blickwinkel von der Tür des Klassenraums.“

„Ein Forscher, der eine chemische Reaktion beobachtet. Die Perspektive ist aus den Augen des Forschers, mit Fokus auf das sprudelnde Reagenzglas. Kaltes, wissenschaftliches Licht, der Hintergrund des Labors ist verschwommen.“

Mit diesen zusätzlichen Überlegungen zu Stimmung, Licht, Farben, Blickwinkel, Sicht und Fokus kannst du präzisere Prompts erstellen, die genau das Bild generieren, das du für deine Anwendung benötigst. Je klarer und detaillierter die Beschreibung, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Ergebnis deinen Vorstellungen entspricht.

Übersicht der möglichen Stilarten

Die KI-Bildgeneratoren können verschiedene Bildstile erzeugen – von realistischen Bildern über cartoonhafte Darstellungen bis hin zu impressionistischen Kunstwerken. Jeder Stil hat seine eigenen Vorteile, abhängig vom Zweck des Bildes.

Übersicht Stilarten

  • Fotorealismus: Flux und Ideogram sind besonders gut im Erzeugen fotorealistischer Bilder. Diese eignen sich hervorragend für naturwissenschaftliche Darstellungen oder für Projekte, bei denen es um genaue Details geht.
  • Cartoon-Stil: Canva eignet sich gut für den Cartoon-Stil. Dieser ist besonders beliebt bei jüngeren Schüler*innen, da er bunte und vereinfachte Darstellungen bietet, die den Zugang zu neuen Themen erleichtern.
  • Künstlerische Stile: Ideogram bietet Möglichkeiten für impressionistische oder kunstvolle Darstellungen, die besonders gut in kreativen Unterrichtsfächern wie Kunst eingesetzt werden können.


Bilder Klassenzimmer

Ergebnisse im Detail

Für eine zusammenfassende Bewertung schauen wir auf die Prompts und die Ergebnisse in den jeweiligen Tools. Dazu werden die Kriterien Bildqualität und Umsetzung des Prompts, sowie die Bedienbarkeit mit einbezogen

Bildqualität

Zur Bildqualität gehört die Schärfe, das Licht, das Bild selbst sowie mögliche Fehler, wie z.B. zu viele Finger, Deformationen, falsche Utensilien.

Fotorealistische Darstellung

Beginnen wir mit der Auswertung des Prompts mit Klassenzimmer. Hier ging es darum ein realistisches Foto mit den gewünschten Lichtverhältnissen und dem Bild auf der Tafel zu generieren. Das haben alle Tools gut umgesetzt. Schaut man genau hin, sind teilweise die Schatten falsch oder fehlen. Dafür finde ich es faszinierend, wie genau der Blutkreislauf auf dem Smartboard abgebildet wurde und sich dieser teilweise sogar auf den Laptops der Lernenden wiederfindet. 

Das beste Ergebnis liefert DALLE sowohl in ChatGPT, als auch in Copilot. Gefolgt von Flux und Canva. Adobe zeigt eine Kreidtafel anstatt Smartboard und in Ideogram ist das Bild eher unscharf. 

Darstellung Diagram

Es sollte ein Bild zum Beschriften für die Anwendung auf einem Arbeitsblatt zum Blutkreislauf erstellt werden. Das hat in keinem der KI-Bildgeneratoren vollständig geklappt. 

Am Besten gefällt mir das Bild von Flux, weil es anatomisch gut dargestellt ist. Allerdings wurde hier die Beschriftung schon eingefügt. Von der Bildqualität sind bis auf Ideogram alle Bilder gut, aber für die gedachte Anwendung nicht zu gebrauchen.


Blutkreislauf Bilder

Umsetzung Prompt

Wie gut können die KI-Tools Prompts umsetzen? Sprich die gewünschten und beschriebenen Anforderungen detailliert umsetzen? 

Das hängt natürlich wesentlich von der Qualität des Promptes ab. Je mehr Informationen und je besser das Bild beschrieben wird, desto größer die Chancen, ein gutes Bild zu erhalten. Dazu kannst du dir vorab mit Hilfe von ChatGPT den richtigen Prompt generieren lassen. Gib dazu einfach deine Gedanken und Wünsche zu dem Bild ein und lass dir von ChatGPT den Prompt erstellen. 

Auch hilfreich ist es, in Canva oder Ideogram sich in der Gallerie Ideen zu holen und dann den Prompt entsprechend den eigenen Wünschen anzupassen. 

Der Prompt für die Erdkugel hatte zu wenig Angaben. Das ist wohl mit der Grund, dass die Ergebnisse in allen Tools eher mäßig ausgefallen sind. Die Erdkugel ist hübsch anzuschauen, aber die Kontinente und vor allem die richtige Beschriftung stimmt auf keinem der Bilder.

Das sieht bei dem komplexen Prompt zu der Beschriftung auf den Luftballons schon ganz anders aus.  Es sollten Luftballons mit Schriften mit folgenden Anforderungen generiert werden: Das englische „hello“ in fettgedruckter, kursiver Schrift, das spanische „Hola“ in stilisierten, orangenen Buchstaben, das französische „Bonjour“ in eleganter, tealfarbener Typografie und „Guten Tag“ in moderner Schrift.

Unschwer zu erkennen, das Bild in Adobe Firefly entspricht nicht den Anforderungen. Ideogram hatte wohl Probleme mit der Umsetzung und hat dazu auch mit mehreren Versuchen, kein Bild generieren können.

Am Besten hat Flux die Aufgabe gemeistert. Hier stimmen die Farben und die Anforderungen an die Schriften sehr gut. ChatGPT und Canva haben die Farben der Schrift mit den Farben der Luftballons vermischt. Gesamt betrachtet ist das Ergebnis gut umgesetzt: Luftballons mit richtiger Beschriftung, mittig angeordnet in einem Klassenzimmer (unscharf). 

Luftballone

Text in Bildern

Die Integration von Text in generierte Bilder kann eine Herausforderung sein. Einige KI-Tools haben Schwierigkeiten, präzisen und lesbaren Text in ein Bild einzufügen, insbesondere wenn es sich um längere oder spezielle Schriftarten handelt.

Wie gut bewältigen die Tools Text?

Wie oben schon geschrieben, hängt das Ergebnis noch sehr vom Prompt ab. In dieser Anforderung unterscheiden sich die KI-Bildgeneratoren noch sehr. Da sind manch kostenpflichtige Tools, wie z.B. Midjourney oder Leonardo schon besser. 

Flux schneidet gut ab, wenn es darum geht Text in Bildern zu generieren. Das zeigt auch die faszinierende Vielfalt in der Galerie mit aktuellen Bildern. 

Überrascht war ich, wie gut DALL-E inzwischen Text in Bilder generieren kann. In Canva gelingt es auch gut mit dem richtigen Prompt. Der Vorteil von Canva ist, dass du das Bild mit den verschiedenen Werkzeugen weiter ver- und bearbeiten kannst, bis es für dich passt. Du kannst den Hintergrund ändern, mit dem Radierer Utensilien weg machen oder neue hinzufügen. Selbst die Bildgrundfarbe kann noch angepasst werden oder immer wieder verändert werden, da die Bilder ja abgespeichert sind und so mit immer wieder angepasst werden können. 

Canva

Bedienbarkeit

Alle Tools sind gut zu bedienen. Am nutzerfreundlichsten sind Copilot und ChatGPT, weil du direkt im Chat dein Bild generieren kannst, ohne nochmal in ein anderes Tool zu wechseln und keine technischen Vorkenntnisse benötigt werden. 

Canva kann etwas verwirrend sein, bis man sich mit den verschiedenen Apps und Tools zurechtgefunden hat. Bietet aber viele Anwendungsmöglichkeiten. 

Flux ist derzeit nur über bestimmte Portale nutzar.

Zusammenfassung

Die getesteten Tools haben alle ihre eigenen Stärken und Schwächen. Gewinner im Vergleich der Tools ist Flux mit seinen ausdrucksstarken Bildern (Stand Nov.24), gefolgt von DALL-E und Canva.

Die meisten Bilder erstelle ich mit Canva, weil ich da die meisten Möglichkeiten der individuellen Bildbearbeitung habe. Allerdings geht das nur mit der kostenpflichtigen Version. Lehrkräfte können Canva for Education kostenlos nutzen. Dazu muss sich deine Schule registrieren, dann bekommt jede Lehrkraft Zugang zur allen Premium Funktionen.

ChatGPT und Copilot ist hervorragend geeignet für spontane Visualisierungen im Verlauf eines Chats, wenn du z.B. gerade eine Unterrichtsplanung mit Lernmaterialien erstellst, kannst du gleich noch die passenden Bilder dazu generieren.

ChatGPT

Noch nicht überzeugt haben mit Ideogram und Adobe Firefly. Alle Tools werden aber ständig weiterentwickelt und so kann sich die Qualität der Bilder ständig verändern. 

Ideogram

Welcher Bildgenerator sich am besten eignet, hängt davon ab, welche Art von Visualisierung du für deinen Unterricht brauchst und mit welchem Tool du am liebsten arbeitest. Die Zukunft von KI-Bildgeneratoren ist spannend, und ihre Nutzung im Bildungsbereich wird Lehrkräften immer mehr Möglichkeiten bieten, den Unterricht kreativer und ansprechender zu gestalten.

Ob du eine kostenpflichtige Version brauchst, hängt von der Anzahl der Bilder ab und ob und wie diese Bilder bearbeitet werden müssen.  Die Entwicklung und der Fortschritt der Bildqualität und der Anpassungsmöglichkeiten sind rasant. Daher teste ich immer wieder die verschiedenen Tools, um mir selbst ein Bild über die Vielfalt der Möglichkeiten zu machen 😉. 

Welches KI-Tool zum Bilder erstellen ist dein Favorit? Schreibe es gerne in die Kommentare.


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Top-Sprachmodelle im Vergleich 2024: ChatGPT, Perplexity, Copilot, Gemini, Claude https://learnventure.online/blog/sprachmodelle-im-vergleich/ https://learnventure.online/blog/sprachmodelle-im-vergleich/#comments Wed, 14 Aug 2024 14:29:00 +0000 https://learnventure.online/blog/sprachmodelle-im-vergleich/ Weiterlesen

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ChatGPT kennt und nutzt inzwischen fast jeder. Aber kennst du auch Alternativen zu ChatGPT, die in vielen Anwendungen sogar oft besser sind? 

Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz bringt ständig neue KI-Tools hervor, so auch zahlreiche sehr interessante Sprachmodelle als Alternative zu ChatGPT, die sowohl für die Unterrichtsvorbereitung aber auch für den Unterricht gut geeignet sind.

Die Sprachmodelle werden immer besser und ChatGPT bekommt endlich ernsthaft Konkurrenz mit Claude 3.5, Gemini, Copilot und Perplexity.  Aber welches dieser Modelle eignet sich am besten für den Einsatz für Lehrende und im Unterricht?  Ich führe daher den praxisorientierten KI Chatbot Test durch: In diesem Blogbeitrag treten vier der führenden Sprachmodelle des Jahres 2024 gegeneinander an: ChatGPT 4o vs. Claude 3,5 vs. Gemini vs. Copilot vs. Perplexity. 

Jedes dieser Tools hat seine eigenen Stärken. Sie sind ohne Frage alle ein echtes Upgrade für Lehrende, Dozenten, Trainer:innen und Ausbilder.  Doch es gibt durchaus Unterschiede. Um herauszufinden, welches am besten performt, werde ich drei spannende Tests starten. 

Bereit für eine spannende Reise in die Welt der Top-Sprachmodelle? Dann lass uns loslegen!

Was sind Sprachmodelle?

Sprachmodelle sind KI-basierte Systeme, die darauf trainiert wurden, menschliche Sprache zu verstehen und zu generieren. Sie nutzen riesige Datenmengen und komplexe Algorithmen, um Texte zu analysieren und darauf basierend sinnvolle Antworten zu erstellen. Diese Modelle können in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, von der einfachen Textgenerierung bis hin zur komplexen Datenanalyse. Alle Sprachmodelle werden schriftlich oder mündlich, über einen Chat im Browser oder in einer App, bedient

Sprachmodelle sind aus meinem und den Alltag vieler Anwender:innen nicht mehr wegzudenken. Sie unterstützen bei der Unterrichtsplanung, Erstellung von Lernmaterialien, begleiten die Lernenden, sorgen für abwechslungsreichen Unterricht und erleichtern ständig wiederkehrende Alltagsaufgaben. Darüber hinaus können sie im Unterricht selbst eingesetzt werden, um Schüler*innen zu motivieren und zu fördern.

Nutzen für die Unterrichtsplanung und Organisation

  • Unterrichtsplanung
  • Arbeitsblätter erstellen
  • Aufgaben erstellen
  • Lernziele formulieren
  • Erstellen von Fallbeispielen, Klausuren, Übungen
  • Texte differenzieren
  • Texte zusammenfassen oder länger schreiben
  • Aufgaben aus vorhandenem Material oder youTube Videos erstellen
  • Recherche und Inspiration (das sagen alle meine Teilnehmenden aus dem Workshop)
  • Planung von Projekten

Anwendung im Unterricht

  • interaktive Lernaktivitäten: Sprachmodelle können genutzt werden, um interaktive und ansprechende Lernaktivitäten zu erstellen, die die Schüler*innen aktiv einbinden.
  • Sprachförderung: Besonders in mehrsprachigen Klassen können Sprachmodelle dabei helfen, Sprachbarrieren zu überwinden und die Sprachkompetenz der Schüler*innen zu fördern.
  • Generierung von differenzierten Erklärungen und Texten
  • Quizze 
  • Erstellen von Fallbeispielen, Aufgaben, Rollenspiele, Pro- und Contra Diskussion
  • Rolle als Spezialist, Experte
  • individueller Lernbegleiter, Feedback 
  • Simulation von Rollenspielen, Dialogen...

Vorstellung der Sprachmodelle

Sprachmodelle sind in der modernen Bildung unverzichtbar geworden. Hier ist eine Übersicht der führenden Sprachmodelle und deren Besonderheiten:

ChatGPT

ChatGPT, das bekannteste Sprachmodell, entwickelt von OpenAI, ist ein leistungsstarkes Sprachmodell, das darauf spezialisiert ist, menschenähnliche Texte zu generieren. ChatGPT kann eine Vielzahl von Textformaten erstellen und ist besonders gut darin, kreative und informative Inhalte zu generieren. Es kann schnell große Mengen an Text verarbeiten und verständliche Erklärungen liefern. Im Beitrag ChatGPT als Assistent und ChatGPT im Unterricht, bekommst du viele Informationen, wie ChatGPT dich bei deiner Arbeit unterstützen kann. 

Das Modell kann gelegentlich falsche oder irreführende Informationen liefern, da es keine eigene Datenbank hat, sondern auf die Trainingsdaten angewiesen ist.

Um ChatGPT nutzen zu können, ist eine Anmeldung mit Name, Geburtsdatum und Handynummer bei OpenAI notwendig. Das Modell kann dann in der kostenfreien Version ChatGPT 3.5 und ChatGPT 4o genutzt werden. 

Copilot

Copilot ist ein KI-Assistent, der in Microsoft 365 integriert ist und speziell entwickelt wurde, um Benutzer bei verschiedenen Aufgaben direkt zu unterstützen, wie z.B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationserstellung. Copilot kann aber auch über den Browser genutzt werden, idealerweise über  Microsoft Bing, geht aber auch mit allen anderen Browsern.

Die nahtlose Integration in die Microsoft 365-Suite macht es sehr benutzerfreundlich. Es kann Routineaufgaben automatisieren und Vorschläge zur Verbesserung von Dokumenten liefern.

Copilot ist kostenfrei über den Browser anwendbar, allerdings sind nicht alle Funktionen nutzbar. 

Perplexity

Perplexity AI ist darauf spezialisiert, komplexe Informationen zu durchsuchen und verständliche Zusammenfassungen zu erstellen. Es eignet sich hervorragend für die Recherche und Datenanalyse. Perplexity durchsucht das Internet und youTube nach Informationen und zeigt dir die Quellenangaben bei den Antworten an. Das macht es zu einem starken Werkzeug für Recherchen und zur Erstellung von aktuellen Informationen in Texten. 

Das Modell ist vor allem auf textbasierte Daten beschränkt und teilweise weniger flexibel in der Erzeugung kreativer Inhalte.

Perplexity kann ohne Anmeldung sehr umfangreich genutzt werden und ist daher auch sehr gut für den Einsatz im Unterricht geeignet. Möchtest du mehr zu Perplexity wissen, dann schau doch mal in diesen Beitrag. 

Gemini

Gemini ist ein Sprachmodell aus dem Hause Google,  das sowohl Text- als auch Bilddaten verarbeiten kann. Diese Fähigkeit macht es besonders vielseitig in der Anwendung. Gemini greift für seine Informationen auf Google zu und stellt Quellenangaben zur Verfügung.

 Die multimodale Verarbeitung ermöglicht es, sowohl Texte als auch Bilder zu interpretieren und zu generieren. Dies ist besonders nützlich für visuelle Lerninhalte und interaktive Projekte.

Gemini ist nur über die Anmeldung eines Google Accounts nutzbar und kann daher nur eingeschränkt im Unterricht eingesetzt werden, da nicht alle Lernenden einen Goolge Account haben. 

Claude

Claude ist ein weiteres fortschrittliches Sprachmodell von Anthropic, welches seit Mai 2024 auch in Deutschland  auf dem Markt ist. Es kann sowohl Texte,  Bilder und Code verarbeiten und generieren. Es ist besonders gut darin, umfassende und kohärente Inhalte zu erstellen.

Claude kann detaillierte und gut strukturierte Texte sowie ansprechende visuelle Inhalte generieren. Es eignet sich hervorragend für Aufgaben, die eine Kombination aus Text und Bild erfordern.

Um Claude zu nutzen ist ebenfalls eine Anmeldung mit Namen, Geburtsdatum und Handynummer notwendig. 

Alle Sprachmodelle haben Apps für Smartphones, sowie Browser Erweiterungen. Sie sind kostenfrei nutzbar, allerdings teilweise durch Einschränkungen in den Funktionen. 

Sprachmodelle im praktischen Vergleich

Immer wieder werde ich meinen Workshops gefragt, welches Sprachmodell das Beste ist. 

Gar nicht so einfach! Es gibt zwar Benchmarks (Tabellen und Tools zum Vergleich der Modelle) allerdings, kommt es immer darauf an, was man machen möchte. Ich habe oft mehrere Modelle im Einsatz, um die Ergebnisse zu vergleichen oder mir das Beste aus jeder Antwort zusammen zu schreiben. Mit dem folgenden Vergleich möchte ich dir die unterschiedlichen Stile zeigen, um eine eigene, subjektive Bewertung der Sprachmodelle zu erzielen. So hat das auch den größten Mehrwert für eure tägliche Arbeit.

Mit diesen Tests kriegst du ein besseres Gespür, welches Sprachmodell für welche Aufgabe die Nase vorn hat.

Für den Vergleich habe ich allen Sprachmodellen die selben Aufgaben bearbeiten lassen. Um dir die Funktion und die Unterschiede zu zeigen, generierten die Sprachmodelle eine Unterrichtsplanung, zwei Fallbeispiele und ein Arbeitsblatt. 

Im Anschluss habe ich die Ergebnisse analysiert und bewertet. Folgende Kriterien wurden dabei berücksichtigt: 

  • Richtigkeit und Vollständigkeit der Antworten
  • Umsetzung des Prompts (der Eingabe für die Aufgabe)
  • Anwendbarkeit der generierten Ergebnisse (Nutzen)
  • Kreativität, Individualität
  • Layout

Unterrichtsplanung 

Fangen wir mit der ersten Aufgabe, der Unterrichtsplanung an. Der Prompt dazu lautet: 

👩‍💻 "Du bist eine innovative Lehrperson. Erstelle den Ablauf einer Unterrichtseinheit von 90 Minuten zum Thema Grundlagen der Kommunikation für Auszubildende in der Pflege im 1. Lehrjahr in Tabellenform. Die Lernenden sollen das Thema selbstverantwortlich und kollaborativ erarbeiten. Notiere die Ziele der Lerneinheit und erstelle dann eine Tabelle mit folgenden Spalten: Phase, Inhalt, Aktion LK, Aktion Lernende, Sozialform (SF), Medien, Dauer."

Sehen wir uns jetzt die Ergebnisse der verschiedenen Sprachmodellen an: 

Bildschirmfoto 2024 08 13 um 11.18.39Bildschirmfoto 2024 08 13 um 11.22.16Bildschirmfoto 2024 08 13 um 11.25.41Bildschirmfoto 2024 08 13 um 11.27.51Bildschirmfoto 2024 08 13 um 11.29.49

Bewertung

Alle Sprachmodelle haben die wesentlichen Inhalte des Themas in der Unterrichtseinheit geplant. Die wichtigsten Ziele sind genannt. Die Zielformulierung von Perplexity und Copilot gefallen mit sehr gut, weil die Ziele an die Taxonomiestufen angelehnt sind. 

Der Prompt wurde in allen Sprachmodellen richtig, mit einer Tabelle und den genannten Spalten, umgesetzt. Alle Modelle haben kollaborative  Anteile in Form von Gruppenarbeiten integriert. Das Selbstverantwortliche Lernen wurde leider kaum aufgegriffen. Es finden sich Anteile in Form von Recherchieren bei Copilot und Perplexity, sowie als Reflexion der Rollenspiele und Erkenntnisse bei Perplexity, ChatGPT und Copilot.

Die Anwendbarkeit und der Nutzen für den Unterricht ist in allen Unterrichtsplanungen gegeben. Die Auswahl hängt von den persönlichen Vorlieben und dem Stand der Klasse ab. Werfen wir einen Blick auf die Aktionen der Lernenden, dann sind diese mit dem Unterrichtsplan von ChatGPT und Copilot mehr in Aktion mit Recherche, Rollenspielen, Diskussionsanteilen und Reflexion. Am wenigsten gefällt mir der Entwurf von Claude, da dieser sehr monoton ist  und kein Transfer auf den Pflegealltag stattfindet. Ich würde mich für den Entwurf von ChatGPT entscheiden, weil dieser abwechslungsreich, aktivierend ist und zu meinem Unterrichtsstil passt. 

Bei der Kreativität und Individualität hat kein Modell mit Innovation gepunktet. Alle Entwürfe sind eher Standard Unterrichtseinheiten. Gut gefällt mir der Einstieg bei Gemini, der an die eigenen Erfahrungen anknüpft. Die Recherche, anschließende Erprobung der Techniken und Reflexion der Erkenntnisse bei Perplexity finde ich gut gelungen. Da gibt es kein richtig und falsch - jeder Lehrende wählt die passenden Methoden nach verschiedenen Kriterien aus. 

Das Layout als Tabelle wurde in allen Sprachmodellen korrekt umgesetzt. Bei Gemini gibt es noch viele Tipps zur Planung und Gestaltung dazu. 


 Richtigkeit und Vollständigkeit der Antworten
 Umsetzung des Prompts  Anwendbarkeit,  Nutzen  Kreativität,       Individualität    Layout
  Perplexity  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  ChatGPT  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  Gemini  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  Copilot  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  Claude  ⭐️⭐️⭐️
  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️  ⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️


Fallbeispiele

Der Prompt für die Generierung der Fallbeispiele für den Vergleich lautet:

👩‍💻 "Erstelle zwei kurze Fallbeispiele für den Einstieg in das Thema, welches die Bedeutung der Kommunikation in der Pflege verdeutlicht. Die Lernenden sollen zum Nachdenken angeregt werden und an eigene Erfahrungen anknüpfen können. Das Fallbeispiel soll eine Störung im Sender-Empfänger Modell aufgreifen. Das zweite Fallbeispiel soll eine Situation mit einer Störung im nonverbalen Bereich aufzeigen."

Zur besseren Übersicht habe ich nur ein Fallbeispiel abgebildet. Wenn du beide Fallbeispiele lesen möchtest, dann lade dir die Datei runter. 

Die Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus. Sieh selbst:

Bildschirmfoto 2024 08 13 um 10.54.48Bildschirmfoto 2024 08 13 um 10.55.31

Bewertung

Alle Sprachmodelle haben zwei kurze Fallbeispiele passend zum Prompt generiert. Die Art und Inhalt der Fallbeispiele ist sehr unterschiedlich. Richtig und vollständig sind alle Fallbeispiele. Die Frage lautet hier, welches eignet sich am Besten für die Anwendung in der Unterrichtsstunde? 

Interessant ist, dass die meisten Sprachmodelle zu jedem Fallbeispiel gleich die Analyse oder Aufgaben hinzufügen. Am einfachsten ist das Fallbeispiel von Claude. Das Fallbeispiel von Perplexity entspricht nicht den Erwartungen an ein Fallbeispiel und ist für die Anwendung ungeeignet oder müsste entsprechend angepasst werden. Copilot und ChatGPT erstellen klare Fallbeispiele mit Diskussionsfragen, welche sehr gut für den Einstieg in das Thema geeignet sind. Beide Fallbeispiele von Gemini sind weniger gut geeignet für diese Unterrichtseinheit, sie wirken sehr konstuiert und bieten wenig Möglichkeiten für Diskussion.


Richtigkeit, VollständigkeitUmsetzung PromptNutzen, AnwendbarkeitIndividualität, KreativitätLayout
  Perplexity  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️
  ChatGPT  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  Gemini  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️
  Copilot  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  Claude  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️


Bei den Fallbeispielen punkten ChatGPT und Copilot ganz klar. Die Generierung von Texten aller Art ist ja auch die Stärke dieser beiden Sprachmodelle. Im nächsten Schritt lassen wir uns ein Arbeitsblatt mit verschiedenen Aufgaben stellen. Wer das wohl am besten meistert?

Arbeitsblatt generieren

👩‍💻 "Erstelle ein Arbeitsblatt mit 2 Fragen zum Sender-Empfänger Modell, 3 Fragen zu den Kommunikationsformen und eine Frage, die zur Reflexion über die eigene Kommunikation anregt. Füge ein Lückentext mit 5 Sätzen zum Thema Kommunikationsformen hinzu mit den zu ergänzenden Wörtern am Ende."

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Bildschirmfoto 2024 08 13 um 11.09.49

Bewertung

Alle Fragen und Lückentexte bei allen Sprachmodellen sind vollständig und richtig. 

Die Angaben aus dem Prompt wurden richtig umgesetzt mit der Ausnahme von Gemini und Claude. Claude hat nur 3 Wörter für den Lückentext generiert und bei Gemini stehen die Einsetzwörter im Lückentext. 

Alle Fragen können im Unterricht eingesetzt werden und sind eine echte Hilfestellung. Im Punkt Kreativität und Individualität gefällt mir, dass Gemini sich an den Taxonomien orientiert. Die Reflexionsfragen gefallen mir alle gut. Diese könnten individuell zur Anwendung kommen. Beim Lückentext überzeugt ChatGPT mit dem besten Inhalt. 

Das Layout ist in allen Sprachmodellen, außer in Claude,  schön strukturiert und kann als Kopie sehr schnell, ohne viel zu verändern als Arbeitsblatt eingesetzt werden, ein Bild noch in Copilot oder Canva generieren lassen und fertig ist das Arbeitsblatt. 


  Richtigkeit und Vollständigkeit der Antworten
  Umsetzung des Prompts
  Anwendbarkeit, Nutzen
  Kreativität, Individualität
  Layout
  Perplexity  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  ChatGPT  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  Gemini  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  Copilot  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️⭐️
  Claude  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️⭐️  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️  ⭐️⭐️


Bei dieser Aufgabenstellung können alle Sprachmodelle, bis auf Claude überzeugen und zeigen ihre Stärke bei der Erstellung von Texten. Hier kommt es, wie bei allen Aufgaben, auf den Prompt an. Je klarer der Prompt formuliert ist, je besser die Ergebnisse. 

Um ein Arbeitsblatt zu erstellen, welches sich genau an deinen Inhalten orientiert, kannst du deine Materialien im Sprachmodell hochladen und dir dann die Aufgaben erstellen lassen. 

Endauswertung

Welches Sprachmodell ist denn jetzt das Beste für Menschen aus dem Bildungsbereich? 

Werfen wir dazu noch einmal einen Blick auf die Auswertungen: 

  • Bei der Unterrichtsplanung überzeugt in der Reihenfolge: ChatGPT, Perplexity und Copilot.
  • Beim Fallbeispiel gefallen: ChatGPT, Copilot und Perplexity
  • Das Arbeitsblatt wurde von ChatGPT, Perplexity und Copilot am Besten generiert.

🎉 And the Winner is ... ChatGPT, gefolgt von Copilot und Perplexity.

Texte erstellen können also fast alle Sprachmodelle gleich gut. Ich habe Claude 3 getestet, weil ich auf Claude 3.5 keinen Zugriff habe. Wahrscheinlich sind mit der neueren Version die Ergebnisse besser. Ich werde das zu einem späteren Zeitpunkt nochmal testen. Außerdem wird ein weiterer Text folgen, mit der Erstellung von Fachtexten. 

Bitte beachte, dass für diesen Vergleich keine tagesaktuellen Informationen notwendig waren. Daher konnten alle Sprachmodelle gute Arbeit machen. Sobald du Quellenangaben oder aktuelle Informationen brauchst, arbeite besser mit Perplexity oder Copilot, es sei denn du hast die Bezahlversion von ChatGPT.

Sprachmodelle im Vergleich: Mein Fazit

Es gibt nicht das eine Sprachmodell. Die Entwicklung der Sprachmodelle schreitet sehr schnell voran. Daher wird immer mal das eine oder andere Modell besser sein. Wobei das auch abhängig ist, wofür du das Sprachmodell nutzt. Jedes Modell hat seine Stärken und auch noch Schwächen. Es ist wichtig diese zu kennen, um die Ergebnisse kritisch bewerten zu können. Manchmal ist es auch hilfreich zwei Modellen die gleiche Aufgabe zu stellen und sich dann das Beste aus beiden Modellen zu kopieren.

Wichtig ist es einfach mal anzufangen und die Modelle zu testen und Spaß bei der Anwendung zu bekommen und sich immer wieder von neuen Ergebnissen überraschen und inspirieren zu lassen.

Welches Modell ist dein Favorit und warum? Schreibe es gerne in die Kommentare.

Wenn du tiefer in die KI-Welt eintauchen möchtest, dann probiere doch mal einen Learn-Snack. Die Learn-Snacks sind schnelle Live-Online-Fortbildung für das ganze Team. Wähle einfach den passenden Snack aus und vereinbare einen Termin.


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Online-Lernangebote planen: ein Überblick https://learnventure.online/blog/online-lernangebote-planen-ein-berblick/ https://learnventure.online/blog/online-lernangebote-planen-ein-berblick/#comments Wed, 27 Mar 2024 15:15:00 +0000 https://learnventure.online/blog/online-lernangebote-planen-ein-berblick/ Weiterlesen

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Du bist gerade dabei ein Online-Angebot zu planen, um Lernenden flexibles, innovatives Lernen zu ermöglichen?

Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Im Internet findest du viele Begriffe und Arten zu digitalen Lernangeboten. Doch was steckt dahinter? Welcher Online-Kurs bzw. Online-Lernangebot ist für was geeignet?

Und nach welchen Angeboten schauen die Kunden? Ich habe immer wieder erlebt, dass die Begriffe nicht klar sind. Jeder versteht etwas anderes darunter: Online-Kurs, Online-Workshop, Live-Online-Kurs, Blended Learning, Microlearning, Videotraining oder WBT? Was steckt dahinter?

Um hier als Produzent für dein Angebot, die optimale Entscheidung zu treffen, musst du wissen:

  • was die Begriffe eigentlich bedeuten,
  • wo die Unterschiede zwischen den Methoden liegen und
  • für wen und für welchen Zweck sie jeweils am besten geeignet sind.

In diesem Artikel bekommst du einen Überblick zu den verschiedenen Typen von Online-Kursen und digitalen Lernangeboten und erfährst, welche Vor- und Nachteile sie haben. Am Ende findest du eine Tabelle als Entscheidungshilfe, damit du das passende Angebot für dich und deine Kunden auswählen kannst.

digitales LernenMindmap

Welche Arten von Online-Lernangeboten gibt es?

Beginnen wir mit den Begriffen. Die Unterschiede zwischen den Lernangeboten liegen im Einsatz der digitalen Medien, die Art der Kommunikation und ob sie mit oder ohne Begleitung sind und wie sie kombiniert werden.

E-Learning

umfasst alle Formen von Lernen, bei denen elektronische oder digitale Medien zum Einsatz kommen. E-Learning ist somit der Oberbegriff für viele unterschiedlichen Lernmethoden.

Blended-Learning

ist eine Kombination von analogen (Lernen vor Ort) und digitalen Lernangeboten. Dabei werden die Inhalte sinnvoll aufgeteilt. Das theoretische Wissen wird im Online-Kurs vermittelt. Im Präsenzkurs erfolgt der Praxistransfer mit Übungen.

Microlearning und Learning Nuggets

ist die Aufteilung des gesamten Inhalts eines Themas in kleine, gut verdauliche Lernhäppchen. Damit soll eine Überforderung vermieden werden und die Teilnehmer lernen immer wieder zwischendurch, wann es für sie gerade passt.

Die Lerninhalte werden häufig in Form von Videos, Podcasts, E-Mail Impulse vermittelt. Wichtig ist, die Optimierung für mobile Endgeräte.

Videos, Screencasts

besteht meist vollständig aus einem oder mehreren Lernvideos. Das Lernen erfolgt im eigenen Tempo und ortsunabhängig. Videos ermöglichen komplexe Lerninhalte zu vermitteln, da der Teilnehmende diese beliebig oft wiederholen kann.

Web-Based-Training (WBT)

Lerninhalte werden auf einer Lernplattform oder einem Programm über das Internet bereitgestellt. Am Ende einer Lektion erfolgt meist die Überprüfung der Lerninhalte mit Testfragen, Quizz, etc.

Ein WBT ist inhaltlich abgeschlossen, ist asynchron und hat keine begleitenden Anteile. Diese Form wird häufig in Firmentrainings eingesetzt mit Pflichtfortbildungen oder auch zum Onboarding.

Lernplattformen, wie Linkedin Learning, Udemy, Skillshare und Coursera stellen ihre Plattform zu Verfügung, um die fertigen Online-Kurse für Kunden zu präsentieren. Je nach Plattform gibt es die Möglichkeit Aufgabenmodule oder Kommunikationsformen mit anzubieten.

Online-Kurse

Ein Onlinekurs ist ein Lehrgang von unterschiedlicher Dauer, in dem mit verschiedenen Methoden über digitale Medien, Wissen und/oder Fertigkeiten zu einem bestimmten Thema vermittelt werden. Je nach Art der Medien und der Begleitung leiten sich daraus weitere Kursangebote ab.

Webinar

ist ein Vortrag vor einer virtuellen Teilnehmergruppe. Das Webinar erfolgt live und kann dann als Aufzeichnung online zur Verfügung gestellt werden.

Online-Workshop

Wie der Name schon sagt, wird in einem Workshop etwas aktiv be- oder erarbeitet. Der Online-Workshop findet zu einer festen Zeit statt und kann mit anderen Online-Lernangeboten kombiniert werden.

Online-Seminar und Live-Online-Seminar

Zu festen Terminen treffen sich die Teilnehmenden in Online-Veranstaltungen. Ziel und Sinn der Treffen können sein:

  • gemeinsame Übungen
  • Reflexionen
  • Besprechung von Fragen und Problemen
  • Stärkung der Lerngruppe
  • Sich kennen lernen
  • Motivation fördern
  • auf Besonderheiten eingehen und der Vermittlung von Wissen (wenn dies mehr Erklärung bedarf, als in Texten oder Videos vermittelt werden kann)
  • Diskussionen
  • gemeinsamens bearbeiten von Aufgaben

Bootcamp

ist ursprünglich ein Trainingslager und eine Form des körperlichen Trainings. Der Begriff wird inzwischen häufig verwendet für intensive Workshops mit Trainingscharakter, bei dem die Teilnehmenden in kurzer Zeit möglichst viel zu einem Thema erfahren und umsetzen sollen.

Es geht darum nicht nur Wissen zu einem Thema zu haben, sondern in die Umsetzung zu kommen. Bootcamps sind somit intensivere Online-Workshops mit Übungen und individueller Begleitung. Am Ende des Bootcamps sollte ein messbares Ergebnis stehen.

Virtual Reality

Abläufe und Situation können mit einer speziellen, digitalen Brille in Echtzeit geübt werden. Die Teilnehmenden können das Geschehen durch ihre Handlungen aktiv beeinflussen.

Virtual Reality wird bereits in größeren Unternehmen zur Übung und Training bestimmter Fertigkeiten oder das richtige Reagieren in gefährlichen Situationen eingesetzt. Es erfordert die entsprechende Technik und das Wissen über den Umgang damit. Diese Art des Lernens wird zukünftig eine immer größere Rolle einnehmen.

Learning Communitys

Personen mit gleichen Zielen oder Interessen treffen sich über ein Informations- oder Kommunikationssystem z.B. um eine gemeinsame Wissensbasis aufzubauen oder gezielt an einem Thema zu arbeiten.

Jeder kann sein Wissen einbringen und wird durch die Community ergänzt und erweitert. Gute Learning Communties berücksichtigen 4 Erfolgsfaktoren:

  • Bereitstellung technischer Ressourcen, wie z.B. mit Zoom, Teams, Linkedin, Miro, Slack
  • Bereitstellung von Aufgaben (mit Anleitungen)
  • Bereitstellung von Feedback-Möglichkeiten
  • Gestaltung einer positiven, attraktiven Atmosphäre mit einem respektvollen, wertschätzenden Umgang

Eine weitere Möglichkeit der Unterscheidung der Lernangebote erfolgt durch die Art der Begleitung und Kommunikation.

Synchron oder asynchron: Die Kommunikation entscheidet beim Lernen

Der größte Unterschied zwischen beiden Lernformen findet sich in der Art der Kommunikation zwischen Teilnehmern und Trainern.

Synchrones Lernen

Beim synchronen Lernen findet das Lernen zur gleichen Zeit mit allen gemeinsam statt.

Das kann sowohl ein Präsenztraining in einem echten Raum, als auch eine Videokonferenz einem virtuellen (Online-)Raum sein.

Vorteil: Wenn Fragen aufkommen, können die Teilnehmer diese direkt stellen.

Asynchrones Lernen

Beim asynchronen Lernen gibt es keine festen Lernzeiten. Die Kommunikation und Interaktion finden zeitversetzt statt. Der Teilnehmer kann also zeitunabhängig lernen, wenn die benötigten Lehrmaterialien online oder offline verfügbar sind.

Vorteil: Deine Teilnehmer können ihr Lerntempo selbst bestimmen und Lerninhalte beliebig oft wiederholen.

Sowohl synchrones als auch asynchrones Lernen hat Vorteile: Asynchrone Lernformen werden vor allem von Nutzern bevorzugt, die sich in Präsenzkursen unter Druck gesetzt fühlen und mehr Zeit für die Reflexion und Ausarbeitung von Lerninhalten benötigen. Synchrones Lernen hingegen fördert den aktiven Austausch und regt zur Diskussion der besprochenen Themen an.

Wie du siehst, gibt es für beide Lernformen unterschiedliche Methoden. Das bedeutet jedoch nicht, dass du dich auf eine Lernform festlegen musst.

Kombiniere synchrones und asynchrones Lernen

Mit Blended Learning Angeboten, der Kombination aus Präsenz und E-Learning – kannst du synchrone und asynchrone Lernmethoden kombinieren. Besonders beliebt ist es, Präsenzveranstaltungen durch Online-Kurse zu begleiten.

Online lernen die Teilnehmer asynchron (also ganz selbstgesteuert), während sie im synchronen Präsenzteil Fragen stellen und Übungen für den Praxistransfer machen. Durch die Wiederholung und Anwendung auf zwei Wegen wird das neue Wissen besser im Gedächtnis verankert – und der Lerneffekt steigt!

Vielleicht hast du dir inzwischen die Frage gestellt, wo und wie du deinen Online-Kurs platzieren sollst? Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die ich dir kurz vorstelle.

Lernmanagementsysteme (LMS) und Lernplattformen

Was ist eine Lernplattform und was ist ein LMS? Wofür werden sie für digitale Lernangebote gebraucht?

Lernplattformen und LMS werden genutzt, um digitale Lernangebote zu erstellen, zu organisieren und zu überwachen, beispielsweise für Online-Kurse oder E-Learning-Programme.

Lernplattformen

Eine Lernplattform ist eine digitale Plattform, auf der du deine digitalen Lernangeboten deinen Kunden bereitstellen kannst. Es gibt eine Vielzahl von Plattformen, die sich in der Art der Nutzung und den Kosten unterscheiden.

Beispiele von Lernplattformen sind Moodle, Coursera, Udemy, Skillshare, LinkedIn Learning, und Teachable.

Lernplattformen können je nach Nutzung und Anforderung unterschieden werden.

Kosten

Es gibt kostenpflichtige Plattformen, wie elopage, Teachable und Couchy. Bei Open-Source Lösungen entstehen bei deren Nutzung keine Lizenzkosten, wie z.B. youtube, Moodle, Google oder WordPress (hier können je nach Plugin und Art der Nutzung Kosten entstehen).

Kommunikation

Nicht jede Plattform hat die Möglichkeit mit den Teilnehmenden in Kontakt zu treten. In Moodle z.B. gibt es viele Möglichkeiten wie Chat, Foren, virtuellen Räumen mit den Teilnehmenden zu kommunizieren oder etwas zu bearbeiten. Das können bisher leider immer noch nur wenige Plattformen. Oft muss man daher auf verschiedene Tools zugreifen und sich seinen eigenen Mix erstellen.

Die Wahl der Begleitung hängt von den Zielen des Kurses und den Bedürfnissen der Teilnehmer ab.

Content Arten

Nicht jede Plattform ist für jede Content Art geeignet. Das ist abhängig von den Contentformaten.

Je nach Content hast du die Wahl zwischen verschiedenen Plattformen. Möchtest du nur Videos anbieten, dann kannst du das über elopage, Vimeo, Linkedin Learning, Udemy etc. tun. Du stellst dein fertiges Video dort ein, dein Kunde kauft den Kurs, bekommt einen Zugangslink und kann dann den Kurs absolvieren.

Manche Plattformen haben ein integriertes Autorentool (Tools zur Erstellung von Online-Kursen), wie z.B Articulate Storryline oder Rise oder Ispring. Wenn du nur wenige Kurse anbieten möchtest, ist die Arbeit mit einem Autorentool allerdings sehr kostenintensiv und es braucht auch eine längere Einarbeitung. Außerdem können die Formate (SCORM) nicht in jede Plattform eingestellt oder abgerufen werden.

Art der Lernform

Die Lernziele und die Bedürfnisse und Anforderungen deiner Kunden zu kennen ist eine wichtige Voraussetzung, um deinen Online-Kurs zu planen, um dann die Art der Lernform festzulegen und anschließenddie passende Lernplattform auszuwählen.

Wie und wann trittst du mit den Teilnehmenden in Kontakt? Soll dein Lernangebot synchron oder asynchron sein? Gibt es Aufgaben zu bearbeiten? Erfolgt die Bearbeitung alleine oder in der Gruppe? Diese Fragen sollten zu Beginn geklärt werden, denn davon hängt die Auswahl der Lernplattform ab.

Weitere Überlegungen sind, ob der Lernende von Anfang auf alle Inhalte Zugriff hat oder ob diese erst nach der jeweiligen Bearbeitung freigeschaltet werden. Sollen spielerische Elemente eingesetzt werden?

All diese Fragen sind notwendig, um die passende Lernplattform auszuwählen. 

Moodle als Lernplattform

Learning-Management-Systeme (LMS)

Ein Learning-Management-System (LMS) ist eine spezialisierte Art von Lernplattform, die zusätzlich Funktionen zur Verwaltung von Lernenden, Kursen und Prüfungen bietet.

In vielen LMS sind alle Abläufe von der Anmeldung bis zur Zertifikatserstellung integriert. Außerdem bieten sie die Möglichkeit der Archivierung, der Kursauswertungen und Fortschritte, Statistiken, Wiederholungen, Nutzungen der Materialien in verschiedenen Kursen und vieles mehr.

Beispiele von LMS sind Moodle, LXT, Ilias und Canvas.

Es ist wichtig zu beachten, dass einige Plattformen sowohl als Lernplattform als auch als LMS fungieren können, während andere speziell für eine dieser Funktionen ausgelegt sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl der richtigen Plattform, Begleitung und Lernform entscheidend für den Erfolg eines Online-Kursangebots ist. Darum solltest du die Bedürfnisse und Erwartungen der Teilnehmer zu kennen, um ein Angebot zu erstellen, das den Anforderungen entspricht.

Jetzt kannst du fast mit der Planung deines Kurses beginnen. Fehlt nur noch eins. Was ist denn nun das Richtige für deinen Kurs? Wie kommst du zu einer passenden Entscheidung?

Wie wähle ich mein Online-Lernangebot am Besten aus?

Die Antwort ist abhängig davon, was du mit dem Kurs erreichen möchtest. Was soll sich durch dein Lernangebot für deine Kunden verändern? Warum kaufen deine Kunden deinen Kurs? Welches Problem möchte er lösen?

Was ist das Ziel?

Willst du “nur” Wissen vermitteln? Dann sind Videoanleitungen, Texte und Kombinationen mit einem Workbook meist schon ausreichend.

Sollen neue Fähigkeiten und Kompetenzen aufgebaut werden, braucht es zum Wissen noch die Übung und im Idealfall den Praxistransfer.

Sollen deine Kunden ein neues Verhalten erlernen oder eine neue Haltung zu etwas bekommen, dann wird das Lernangebot komplexer. Sie brauchen dazu das Wissen, die Übung und die Reflexion. In der Regel ist das auch ein längerer Prozess mit Begleitung in Form von Community, Coaching etc.

Deine Zeit und die Zeit der Kunden

Wie lange soll eine einzelne Veranstaltung sein? Wie oft? Generell gilt für Online-Formate: Mehr und weniger. Vor dem Bildschirm sinkt die Aufmerksamkeit schneller als im persönlichen Kontakt. Deshalb empfiehlt es sich, kürzere Einheiten zu planen (siehe Tabelle).

Anzahl TN

Mit wieviel Teilnehmende möchtest du in einer Gruppe arbeiten? Wie viel Erfahrung hast du mit Gruppenmoderation. Sind es mehr als 25 Personen, kann es hilfreich sein, einen zweiten Moderator mit einzuplanen.

Womit? Die notwendigen Tools klären

Du solltest dich mit den ausgewählten Tools sicher fühlen. Zu berücksichtigen sind die Kosten, der Datenschutz, die Usabilty und dass sie zu den Lehr- und Lernzielen passen. Außerdem immer berücksichtigen, welche Vorkenntnisse die Teilnehmenden haben. Es kann anstrengend sein, wenn diese mit den Tools überfordert sind und sich deshalb nicht auf den Inhalt konzentrieren können und du ständig supporten musst.

Online-Lernangebote Übersicht

Zusammenfassung

Um ein erfolgreiches Online-Kursangebot zu erstellen, ist es wichtig, die richtige Plattform zu wählen. Es gibt verschiedene Lernplattformen und Learning Content Managementsysteme (LCMS), die je nach Anforderungen des Kurses passen. Es lohnt sich auch, die Art der Lernform (synchron oder asynchron) und die Art der Begleitung (Workshop, Seminar, Webinar) genau zu überlegen. Es ist wichtig, die Erwartungen und Bedürfnisse der Teilnehmer zu kennen und ein passendes Angebot zu erstellen, das den Anforderungen entspricht.

Quellen und noch mehr Input zu digitalen Lernangeboten

Michael Kerres: Mediendidaktik

Bilder und Tabelle von Katja Müller

https://learninglab.uni-due.de/begleitweb/didaktikcheck3 wichtige Online-Kursarten im Überblick: Welcher passt zu dir und deinen Kunden?

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ChatGPT als Assistent: 5 effektive Tipps zur Unterrichtsvorbereitung https://learnventure.online/blog/chatgpt-fuer-lehrkraefte/ https://learnventure.online/blog/chatgpt-fuer-lehrkraefte/#comments Wed, 27 Mar 2024 12:15:00 +0000 https://learnventure.online/blog/chatgpt-fuer-lehrkraefte/ Weiterlesen

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Lehrerausfall, zu viel Unterricht, keine Zeit für aufwendige Unterrichtsvorbereitungen? 

Dann solltest du ChatGPT als deinen zukünftigen Assistenten kennen lernen.

Künstliche Intelligenz (KI), wie ChatGPT OpenAI können uns dabei helfen, Zeit zu sparen und effizienter zu arbeiten. In diesem Artikel werden wir uns genauer damit beschäftigen, wie der Einsatz von ChatGPT in der Unterrichtsvorbereitung und -organisation uns Lehrenden an Berufsschulen dabei helfen kann, den Arbeitsaufwand zu reduzieren und mehr Zeit für das Wesentliche zu haben: das Lehren und eine gute Beziehung zu den Auszubildenden.

Was ist Künstliche Intelligenz (KI)?

Bevor wir uns mit ChatGPT beschäftigen, ist es wichtig, ein grundlegendes Verständnis von Künstlicher Intelligenz zu haben. Künstliche Intelligenz ist ein Teilbereich aus der Informatik und bezieht sich auf die Fähigkeit von Maschinen, Aufgaben auszuführen, die normalerweise menschliches Denken erfordern würden. Durch den Einsatz von Algorithmen und maschinellem Lernen können KI-Systeme Muster erkennen, Daten analysieren und Entscheidungen treffen.

Maschinelles Lernen ist ein Teilbereich der KI und beinhaltet das Training von Algorithmen auf großen Datenmengen, um Vorhersagen zu treffen oder Aktionen auszuführen, ohne dass sie explizit programmiert werden müssen. Dadurch können KI-Systeme im Laufe der Zeit lernen und sich verbessern, wenn sie mehr Daten ausgesetzt sind.

Es gibt verschiedene Arten des maschinellen Lernens, einschließlich des überwachten Lernens, des unüberwachten Lernens und des verstärkenden Lernens. Beim überwachten Lernen wird der Algorithmus auf gelabelten Daten trainiert, d.h. die Eingangsdaten sind mit der korrekten Ausgabe versehen. Der Algorithmus lernt, die Ausgabe auf Basis der Eingangsdaten vorherzusagen.

KI hat viele potenzielle Anwendungen in verschiedenen Bereichen, einschließlich der Bildung. Im Kontext der Bildung kann KI bei Aufgaben wie der Erstellung von Unterrichtsplänen, der Generierung von Quizfragen und Bewertungen, der Bereitstellung personalisierter Lernumgebungen und sogar der Bewertung von Aufgaben und Tests helfen.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass KI nicht perfekt ist und Fehler machen kann. Darüber hinaus müssen ethische Aspekte wie Datenschutz und Fairness bei der Verwendung von KI in der Bildung oder in anderen Bereichen berücksichtigt werden.

ChatGPT - ein vielseitiges Werkzeug

ChatGPT OpenAI ist ein Sprachmodell, das auf der Basis von Texteingaben passende Antworten generieren kann. , das von OpenAI entwickelt wurde. Die Idee hinter ChatGPT ist, dass die KI Sprache auf ähnliche Weise wie Menschen versteht und verarbeitet. Dabei kommt ein Machine-Learning-Algorithmus zum Einsatz, der auf großen Mengen von Texten trainiert wird.

W1 KI zur Assistenz fuer Lehrkraefte

ChatGPT kann aufgrund seines umfangreichen Trainingsdatensatzes und der Vielfalt der Themen, mit denen es in Kontakt gekommen ist, qualitativ hochwertige Antworten und Texte erzeugen.

OpenAI hat ChatGPT immer weiter verbessert. Dabei wurden menschliche Experten eingesetzt, um das Modell zu bewerten und es mit Rückmeldungen zu trainieren. Dieser iterative Prozess hat dazu beigetragen, die Qualität der Antworten zu verbessern und unerwünschtes Verhalten zu reduzieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass ChatGPT nicht über ein tiefes Verständnis der Welt verfügt und nicht logisch denken kann und manchmal ungenaue oder falsche Antworten geben kann. 

Um ChatGPT zu verwenden, gibt der Benutzer im Chat einen Text ein. Das Modell analysiert den Text und generiert eine passende Antwort. Dabei berücksichtigt es den Kontext der vorherigen Unterhaltung, um kohärente und relevante Antworten zu liefern.

Wichtig zu beachten! ChatGPT kann keine Quellenangaben machen. Fordert man den Bot dazu auf, werden Quellenangaben generiert, die oft falsch sind.
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Die Stärke von ChatGPT liegt im sprachlichen Kontext. Einige der Möglichkeiten, wie ChatGPT verwendet werden kann, sind:

  • Recherche
  • Brainstorming, Ideen generieren
  • Texte zusammenfassen, umschreiben, einfacher und fachlicher schreiben
  • Texte übersetzen
  • Aufzeigen von Lösungswegen
  • E-Mails verfassen oder umformulieren
  • Reden, Gedichte, Liedtexte erstellen
  • Code erzeugen
  • Bilder erkennen und auswerten
  • Websiten zusammenfassen
  • Unterricht planen
  • Reisen planen
  • Projekte planen

und viel viel mehr.

ChatGPT ist unter chat.openai.com frei zugänglich. Hier findest du auch viele Informationen zum Datenschutz, zur Anwendung und zur weiteren Entwicklung. Unter ChatGPT-X kann man den Chatbot ohne Anmeldung und kostenfrei nutzen. Es gibt eine kostenfreie Version ChatGPT 3.5 und eine Bezahlversion, die deutlich mehr Leistungen hat und vor allem stabil läuft - ChatGPT 4 für 20¢ im Monat.

Ohne Anmeldung wird der Chatverlauf nach dem Beenden gelöscht. Daher können auch die Lernenden mit dem ChatGPT datenschutzkonform arbeiten. Die Fragen können in Deutsch gestellt werden und werden auch in Deutsch beantwortet.

ChatGPT Startseite

ChatGPT

Bei der kostenfreien Variante, kann es, je nach Tageszeit und der Nutzungsintensität zur Verlangsamung bis zur völligen Überlastung von ChatGPT kommen. Daher kann es notwendig sein, auf Alternativen auszuweichen oder einen Account (E-Mail und Telefonnummer werden dazu benötigt) anzulegen.

Alternativen zu ChatGPT

Perplexity AI ist relativ neu und bietet eine kostenfreie Nutzung, ohne Erstellung eines Kontos an. Bei Perplexity AI handelt es sich um einen KI-Chat, der wie eine Suchmaschine funktioniert. Es ist im Grunde eine Mischung aus Chat-GPT und Suchmaschine. Der größte Unterschied zu ChatGPT liegt darin, dass Quellenangabe zu jeder Antwort angegeben werden und dass Informationen tagesaktuell aus dem Internet durchsucht werden.

Die Anwendung ist wie bei ChatGPT, je genauer und klarer die Frage bzw. der Befehl, was zu tun ist, gestellt wird, desto besser die Antwort. Lies im Blogartikel, wie du Perplexity AI im Unterricht und in der Vorbereitung anwenden kannst.

Darüber hinaus gibt es weitere Sprachmodelle als Alternativen. Meine Favoriten dazu sind:

  • Gemini von Google
  • Bing von Microsoft
  • you.com

ChatGPT als Assistent anwenden

Die Anwendung der Chatbots ist relativ einfach. Die Erklärung findest du direkt im Feld des Chatbots. Du kannst Fragen stellen, auf die du eine Antwort bekommst und du kannst mit ChatGPT chatten. Die Frage kann verändert werden, erweitert werden, die Antwort kann kürzer oder länger gewünscht werden. Die Texteingabe bzw. der Befehl dazu wird Prompt genannt.

Ein Prompt ist eine Eingabe, die einem maschinellen Lernalgorithmus, wie zum Beispiel ChatGPT, zur Verfügung gestellt wird, um eine Antwort oder Ausgabe zu generieren. Im Kontext von ChatGPT ist ein Prompt der Befehl, den du in das Textfeld (Chat) eingibst. Die Qualität der Antwort hängt von der Qualität und Spezifität des Prompts ab.

Um gute Prompts zu erstellen, braucht es etwas Übung. Immer häufiger gibt es auch schon fertige Prompts, die man kopieren kann, um gute Antworten zu bekommen. Mehr Prompts findest du im Beitrag 25 Prompts zur einfachen Anwendung.

KI-Systeme werden Teil des Alltags. Der Schlüssel liegt darin, sicherzustellen, dass diese Maschinen mit den Absichten und Werten der Menschen in Einklang stehen.
Mira Murati Chief Technology Officer bei OpenAI

ChatGPT kann Lernende beim Lernen unterstützen, siehe dazu meinen Blogbeitrag "ChatGPT im Unterricht" und Lehrende bei der Vorbereitung von Unterricht und bei administrativen Aufgaben.

ChatGPT zur Unterrichtsvorbereitung

ChatGPT kann vielseitig und zeitsparend zur Unterrichtsvorbereitung eingesetzt werden. Du kannst mit ChatGPT oder anderen Sprachmodellen Unterrichtsmaterialien aller Art erstellen oder deinen Unterricht planen.

ChatGPT als Assistent für Lehrkräfte

Im folgenden Abschnitt findest du dazu einige Anregungen. 

Recherche und sich auf den neusten Stand bringen 

Wenn du ein Thema länger nicht unterrichtet hast oder ein neues Thema unterrichten musst, brauchst du den aktuellen Stand dazu. Nutze dazu eine KI, wie Perplexity, Gemini oder Bing, weil diese auf aktuelle Informationen zugreifen können und dir mit Quellenangaben und Bilder zu deinem Thema eine Zusammenfassung erstellen können.

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Ideen generieren zur Unterrichtsplanung und Verlauf

ChatGPT kann bei der Ideenfindung für Unterrichtseinheiten behilflich sein. Du kannst dazu dem Modell bestimmte Themen oder Schwerpunkte nennen und Ideen für Aktivitäten, Diskussionsfragen oder Lernziele generieren lassen. Dies kann als Ausgangspunkt dienen, um den Unterricht kreativ und abwechslungsreich zu gestalten.

Gerade bei neuen Themen, die ich noch nicht unterrichtet habe, hole ich mir darüber Ideen. Das funktioniert, je nach Thema sehr gut. Ich kopiere die Inhalte in mein Template zur Unterrichtsplanung und passe die Inhalte und den Verlauf, entsprechend des Kurses an. Auch hier gilt, je klarer der Prompt formuliert ist, desto besser kannst du mit den Ergebnissen arbeiten. Überzeuge dich selbst. In dem Beispiel siehst du den gesamten Verlauf mit Prompt und Ergebnissen.

Unterrichtsmaterialien erstellen

ChatGPT kann Lehrkräfte bei der Erstellung von Unterrichtsmaterialien wie Arbeitsblättern, Aufgabenstellungen oder Fallstudien unterstützen. Durch das Formulieren von Fragen und Anweisungen kann das Modell dabei helfen, den Inhalt und die Struktur der Materialien zu verbessern.

Diese Funktion benutze ich zur Ergebnissicherung, in dem ich mir Fragen zu den Inhalten erstellen lasse mit den passenden Antworten, die ich dann in einer Quizzapp als Lernkarteikarten oder Quizzfragen den Lernenden zur Verfügung stelle. Du kannst auch Lückentexte generieren, MultipleChoice Fragen oder einfache Fragen für Tests. 

Für das Arbeitsblatt habe ich ChatGPT einen Text zum Thema "Schweigepflicht" erstellen lassen. Man kann auch einen Text als PDF in ChatGPT 4 hochladen oder den Text kopieren und einfügen. Im nächsten Schritt kannst du dir dann ein Arbeitsblatt erstellen lassen. Hier der Prompt für das Arbeitsblatt:

Bildschirmfoto 2024 03 27 um 10.51.09

Fragen beantworten

Gerade wenn man ein neues Thema unterrichten muss oder noch ganz frisch im Beruf ist, kann man nicht alles wissen. Immer wieder habe ich bei meinen neuen Kollegen erlebt, dass sie stundenlang mit Unterrichtsvorbereitung beschäftigt waren. Ich übrigens auch. Denn man will sich ja sicher fühlen und gut vorbereitet und auf alle Fragen eine Antwort haben.

Heute habe ich deutlich mehr Mut zur Lücke. Denn die Chatbots können Sicherheit geben. Lehrende müssen nicht alles wissen. Wenn ich etwas nicht weiß, z.B. neue Gesetzesänderungen, dann nutzen wir gemeinsam mit den Lernenden ChatGPT im Unterricht und besprechen die Ergebnisse. Mein Sohn sagte früher oft, “Google doch mal…” Heute heißt das “Frag doch mal ChatGPT.

Lehrende können ChatGPT verwenden, um Antworten auf Fragen zu finden oder komplexe Konzepte zu erklären. Das Modell kann bei der Aufbereitung von Erklärungen helfen und zusätzliche Informationen liefern, die den Lernenden zur Verfügung gestellt werden können.

Allerdings ist es immer wichtig, sich von der Richtigkeit der Antwort zu überzeugen. Denn ChatGPT liefert fast immer eine Antwort, auch wenn diese falsch ist. Auch das kann mit den Lernenden gemeinsam durchgedacht werden, um digitale Kompetenzen und kritische Auseinandersetzungen mit den Inhalten zu erzielen.

Texte differenzieren

Für heterogene Kurse oder in Kursen mit Auszubildenden mit noch geringen Deutschkenntnissen, kann es hilfreich und förderlich für die Lernenden sein, Texte an verschiedene Sprachnivieaus anzupassen. Diese Funktion nutzen inzwischen die Auszubildenden selbst. Probiere dazu folgende Prompts:

  • Mache den Text kürzer / länger
  • Schreibe den Text in einfacher Sprache
  • Schreibe den Text in B1 Sprachnivieau
  • Übersetze den Text in .....
  • Verwende weniger/mehr Fachwörter
  • Füge Erklärungen für alle Fachwörter am Textende/im Text hinzu

Effiziente Unterstützung bei der täglichen Arbeit

ChatGPT kann dich bei den täglich anfallenden administrativen und organisatorischen Aufgaben auf verschiedene Weise unterstützen:

Erstellen von Reden, E-Mails, Gedichten

Du kannst ChatGPT oder andere Sprachmodelle dafür verwenden, schnell eine Rede, eine E-Mail oder Gedicht erstellen zu lassen. Gib dazu deine Gedanken als Prompt ein und sage der KI, wie das Ergebnis aussehen soll, z.B. "Erstelle für mich als Pflegepädagoge und Kursleitung eine Rede von 4 Minuten zur Verabschiedung des Kurses der Pflegeauszubildenden. Die Rede soll Mut machen für die Tätigkeit als Pflegekraft und positiv sein." Du kannst die Rede hier nachlesen.

Ich finde, die Rede ist schon gut gelungen und kann individuell mit einzelnen Anekdoten und Fakten ergänzt und angepasst werden. 

Informationen einholen

ChatGPT und Co können als eine Art „digitale Assistentin“ dienen, indem es allgemeine Informationsabfragen beantwortet. Du kannst Fragen aller Art, wie z.B. Schulrichtlinien, Verwaltungsprozessen oder anderen organisatorischen Themen stellen, und das Modell kann relevante Informationen liefern.

Es ist wichtig zu beachten, dass ChatGPT als Unterstützung für Lehrende dient und menschliche Urteilsfähigkeit und Fachwissen nicht vollständig ersetzen kann. Es sollte immer als Hilfsmittel betrachtet werden, das in Verbindung mit dem eigenen Fachwissen und der eigenen Erfahrung verwendet wird, um die täglichen Aufgaben effizienter zu erledigen.

Praktische Tipps für den Einstieg in die Nutzung von ChatGPT

Wenn du daran interessiert bist, ChatGPT in deinem Unterricht einzusetzen, hier sind einige praktische Tipps, die dir den Einstieg erleichtern können:

  • Wähle das richtige KI-Tool aus, das deinen Anforderungen entspricht und zur Fragestellung oder Aufgabe passt
  • Probiere aus, sei neugierig und hab Spaß damit, lass dich überraschen. Das Tolle ist, man bekommt wirklich neue Ideen. Mir hilft es auch dabei meine vielen Gedanken zu ordnen und zu strukturieren.
  • Integriere ChatGPT schrittweise in deinen Arbeitsalltag und evaluiere regelmäßig die Ergebnisse.
  • Kopiere und speichere die Prompts, die gut funktionieren. Dann kannst du sie immer wieder verwenden und sparst Zeit.
  • Tauscht euch im Kollegium zu guten Prompts aus und teilt diese miteinander

Fazit: Zeit sparen und Effizienz steigern mit ChatGPT

ChatGPT und Co sind Werkzeuge, die dich dabei unterstützen, Zeit bei der Unterrichtsvorbereitung und in Alltagstätigkeiten zu sparen. Von der Generierung von Unterrichtsinhalten, die Planung und Organisation des Unterrichts, bis zur Erstellung von Arbeitsblättern, Fallbeispielen und Klausuren – ChatGPT hilft den Arbeitsaufwand zu reduzieren, um mehr Zeit für das Wesentliche zu haben: das Lehren und die Begleitung der Auszubildenden.

Jeder sollte sich bewusst sein, dass KI-Systeme wie ChatGPT zwar nützliche Werkzeuge sind, aber nicht die menschliche Interaktion und das pädagogische Einfühlungsvermögen ersetzen können. Die KI´s werden ihren Platz in der Lehre finden und den Unterricht und das Lernen radikal verändern. Also, warum nicht ChatGPT ausprobieren und die Vorteile der KI für dich und deinen Unterricht nutzen?

Hast du ChatGPT und Co schon ausprobiert? Wie sind deine Erfahrungen? Schreibe diese doch gerne in die Kommentare. 

Möchtest du mehr dazu wissen, wie du ChatGPT als deinen Assistenten nutzen kannst, dann komm doch in den Workshop ChatGPT als Assistent. Falls du keine oder nur sehr wenige technische Kenntnisse hast, dann trau dich und komme in den Workshop ChatGPT einfach gemacht und lerne Schritt für Schritt die Anwendung von ChatGPT.

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Entdecke 15 praxiserprobte KI-Tools für den Unterricht https://learnventure.online/blog/entdecke-15-praxiserprobte-ki-tools-fuer-den-unterricht/ https://learnventure.online/blog/entdecke-15-praxiserprobte-ki-tools-fuer-den-unterricht/#comments Tue, 26 Mar 2024 18:22:47 +0000 https://learnventure.online/blog/entdecke-15-praxiserprobte-ki-tools-fuer-den-unterricht/ Weiterlesen

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Als Lehrkraft an einer Berufsschule möchtest Du Deinen Schülerinnen und Schülern bestmögliche Lernbedingungen bieten und sie optimal auf die Arbeitswelt vorbereiten. Doch wie kann das in Zeiten der Digitalisierung und einer Welt, in der Künstliche Intelligenzen eine immer größere Rolle spielen, gelingen?

KI-Tools (Digitale Werkzeuge in Kombination mit Künstlicher Intelligenz) können dabei helfen, den Unterricht aktiv zu gestalten, das Lernen zu fördern und individuell zu unterstützen. In diesem Blogbeitrag gebe ich Dir einen Überblick über aktuelle, praxiserprobte KI-Tools für Lehrkräfte und zeige Dir, wie Du sie im Unterricht einsetzen kannst. Im KI-Wiki findest du alle KI-Tools aus diesem Beitrag und noch einige mehr, mit Beschreibung und Beispielen.

Was sind KI-Tools?

KI-Tools sind Software-Anwendungen und Plattformen, die künstliche Intelligenz verwenden, um komplexe Aufgaben zu lösen. Sie nutzen verschiedene KI-Modelle, um eine Vielzahl von Aufgaben und Anwendungen zu bewältigen. Oder ganz einfach ausgedrückt, es sind Werkzeuge, die bei vielen Arbeiten unterstützen.

Einige gängige KI-Modelle, die in KI-Tools verwendet werden, sind beispielsweise Chatbots, Bildgeneratoren, Präsentations und Videogeneratoren, Textgeneratoren und multimodale Tools. Bekannte KI-Tools sind beispielsweise ChatGPT, DeepL, Photoshop AI, Perplexity AI. Mehr dazu erfährst du im Beitrag Perplexity AI: eine gute Alternative zu ChatGPT für Lehrkräfte.

Die Nutzung von KI-Tools eröffnet den Anwendern neue Möglichkeiten, effizienter und schneller zu arbeiten und relevante Inhalte zu erstellen. Sie können dabei helfen, innovative Lösungen zu finden, Daten zu analysieren und Muster zu erkennen, automatisierte Workflows zu erstellen und die Produktivität zu steigern.

Schulen und Ausbildungsbetriebe müssen Schüler und Auszubildende auf eine neue Arbeitswelt vorbereiten, in der KI eine zentrale Rolle spielen wird. (KMK: Bildung in der digitalen Welt)

Der Nutzen von KI-Tools für Lehrkräfte, Dozenten und Ausbilder*innen

Was ist dein Ziel als Lehrer*In, Ausbilder oder Dozent? Du möchtest gut vorbereitet und organisiert sein und einen Unterricht gestalten, der Spaß macht, Kompetenzen fördert und die Auszubildenden optimal auf ihren Beruf und das Leben vorbereitet.

Dazu hast du im Studium viele Methoden kennen gelernt und wendest diese in deinem Unterricht erfolgreich an. Seit letzten Herbst redeten plötzlich alle über KI und ganz besonders über ChatGPT. Die Entwicklungen seitdem sind rasant. Immer mehr Tools und Plattformen integrieren KI in die Anwendung. Was bedeutet das für den Unterricht?

Im Grunde genommen ist das wie Kaffee kochen. Es gibt zahlreiche verschiedene Methoden: von der Filtermethode, Frenchpress bis hin zum Vollautomat, der keine Wünsche mehr offen lässt. Das Ergebnis ist immer gleich – hoffentlich guten Kaffee. Die Herstellung ist unterschiedlich aufwendig und zeitintensiv.

Genau so ist das mit den Tools. Du kannst ganz klassisch Texte kopieren und bearbeiten lassen und zum Thema eine Powerpoint mit anschließenden Aufgaben zum Üben machen. Das kostet dich Zeit und die Auszubildende sind gelangweilt, weil das Alle immer so machen.

Mit dem Fortschritt der Digitalisierung hast du ganz neue Möglichkeiten den Unterricht zu gestalten. Auch, wenn deine Schule noch nicht das beste W-Lan hat oder für alle genügend Laptops oder Tablets vorhanden sind.

Mit Hilfe der KI-Tools können Auszubildende selbst lernen. Sie können ChatGPT Fragen stellen, ein Brainstorming als Einstieg in ein Thema erstellen und über die Ergebnisse diskutieren, sie können Ergebnisse zusammenfassen und daraus eine Präsentation generieren oder ein Video erstellen und ganz viel mehr. Mehr dazu im Blogartikel ChatGPT im Unterricht: 6 kreative Ideen.

Das Wichtigste – sie lernen die KI richtig und kritisch zu nutzen. Denn diese Kompetenz werden sie zukünftig brauchen.

Der kreative Einsatz dieser Tools ermöglicht es den Unterricht individueller zu gestalten, Lerninhalte besser zu vermitteln und somit mehr auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers einzugehen und die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler zu steigern.

Außerdem können KI-Tools dabei helfen, den Unterricht abwechslungsreicher und interaktiver zu gestalten. Die Anwendung fördert die digitalen Kompetenzen und macht Spaß.

Welche Vorteile haben die Auszubildende durch KI-Tools?

Bildung ist nicht nur das Mittel, um einen Job zu bekommen und sich eine Zukunft aufzubauen. Bildung ist auch immer Menschbildung und Entwicklung. Es geht darum, technische Entwicklungen aufzugreifen, um sie optimal zu nutzen, um die Entwicklung voranzutreiben und die Zukunft aktiv mitzugestalten – sowohl die eigene als auch die der Unternehmen. Daher ist es wichtig, den Umgang mit KIs zu erlernen und die KI-Tools gewinnbringend anzuwenden. Dabei meine ich nicht unbedingt den finanziellen Gewinn, sondern den Gewinn an Zeit, Freiheit im Denken und persönlicher Unterstützung, um die Dinge zu tun, die einem wichtig sind.

Für zukünftige Arbeitgeber ist es von großer Bedeutung, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Technik umgehen können und kreativ und kritisch denken und handeln können. Daher ist jetzt als Lehrkraft oder besser gesagt, zukünftig als Lernbegleiter*in der richtige Zeitpunkt gekommen, sich mit den Tools vertraut zu machen und diese im Unterricht einzusetzen.

Medienkompetenz, digitale Kompetenz und Selbstkompetenz werden zukünftig eine große Rolle spielen. Zur Sicherstellung wurde der Digitalpakt beschlossen. Außerdem finden sich das Erlangen dieser Kompetenzen in fast allen Ausbildungsverordnungen wieder.

Was haben nun Auszubildende davon? Die Anwendung von KI-Tools ermöglicht eine neue Art des Lernens. Wissen ist überall abrufbar und kann sofort weiterbearbeitet werden. Schülerinnen und Schüler können zu jeder Zeit Fragen stellen und sofort Antworten erhalten. ChatGPT und viele andere Tools können beim individuellen Lernen unterstützen, indem sie Lösungswege aufzeigen, Feedback geben, Texte verbessern, Texte einfacher schreiben, Texte übersetzen, Zusammenfassungen geben und vieles mehr.

Das kann eine große Chance sein für die Unterrichtsgestaltung in heterogenen Klassen, da jeder zukünftig auf seine Art, in seiner Geschwindigkeit und in seinem Workflow lernen kann. Voraussetzung dafür ist, dass die KI-Tools richtig angewendet werden.

KI-Tools können die Schülerinnen und Schüler durch interaktive Aktivitäten, Gamification und Simulationen motivieren und ermutigen, Neues auszuprobieren. Fehler dürfen gemacht werden, zeitnahes Feedback mit Hilfe der KI fördert den Lernprozess.

Herausforderungen

Während KI-Tools zahlreiche Vorteile bieten, gibt es auch Herausforderungen, die bei der Umsetzung in der beruflichen Bildung zu berücksichtigen sind. Eine der größten Herausforderungen sind die Kosten für Infrastruktur, Software und Schulungen der Lehrkräfte. Dazu können Förderungen aus dem Digitalpakt abgerufen werden.

Datenschutz und Ethik

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir sicherstellen, dass alle Lernenden unabhängig von ihrem sozioökonomischen Hintergrund gleichermaßen Zugang zu diesen Instrumenten haben. Darüber hinaus müssen wir uns bewusst sein, dass Datenschutzbedenken bei der Verwendung von KI-Technologien auftreten können. Die Daten der Schülerinnen und Schüler müssen geschützt werden, und es ist wichtig, dass wir uns an die Datenschutzbestimmungen halten. Achte darauf bei der Auswahl der Tools, dass diese den geltenden Datenschutzrichtlinien entsprechen.

Schließlich müssen wir uns auch ethischen Fragen stellen, wenn wir KI-Tools in der beruflichen Bildung einsetzen. Bei der Auswahl und Anwendung der Technologien ist es wichtig darauf zu achten, dass diese ethisch vertretbar sind und keine diskriminierenden oder rassistischen Inhalte produzieren.

Dazu kann es sinnvoll sein, sich als Schule einen Standard über den Umgang mit KI-Tools zu erstellen und alle Lehrkräfte dazu zu schulen.

Anwendung und Integration der KI-Tools in den Unterricht

Vielleicht hast du ja bereits Erfahrungen mit der Anwendung einiger Tools im Unterricht? Und vielleicht hast du auch festgestellt, dass die Vorbereitung für den Unterricht erstmal länger dauert? Und das Ergebnis damit oft unklar ist.

Mir ging das schon oft so. Ich habe eine schöne Vorbereitung gemacht, wollte ein neues Tool mit dem Kurs ausprobieren, mit mehr oder weniger Erfolg. Mahnmal hat die Technik nicht funktioniert, manchmal hatten die Auszubildende wenig Interesse bzw. haben den Einsatz abgelehnt und manchmal war ich falsch vorbereitet.

Es hat sich aber gezeigt, dass es beim nächsten Mal besser wurde. Jeder konnte sich langsam mit dem Tool vertraut machen und mit der Art des anderen Unterrichts. Es geht nicht darum viele Tools einzusetzen, sondern es geht darum, das richtige Tool für den Kurs und das Unterrichtsziel auszuwählen und einzusetzen. Ich komme nochmal auf mein Kaffee Beispiel. Je nach Situation, kann eine andere Anwendung richtig sein. Bin ich mit dem Wohnmobil unterwegs, habe ich keinen Vollautomaten zur Verfügung, also nehme ich den Wasserkocher und Filter.

So ist das auch mit den Tools. Die Situation (Zeit, Ressourcen, Kompetenzen der Lernenden, Thema) bestimmt mit, welches Tool gerade das Richtige ist. Ein weiterer Schritt ist die Kombination des Tools mit der Methode und der Unterrichtsphase. Dazu gibt es so viel zu schreiben, daher werden weitere Blogartikel folgen.

Kommen wir nun zu den interessanten KI-Tools.

Welche Arten von KI-Tools für den Unterricht gibt es?

Es gibt jetzt schon eine große Anzahl an KI-Tools, Tools und Plattformen, die für den Unterricht, die Vorbereitung und Organisation eingesetzt werden können. Ständig kommen Neue dazu. Den Überblick zu behalten ist schwer.

Ich bin fasziniert von guten Tools und Plattformen und den Möglichkeiten, die sich durch die Anwendung ergeben. So wie andere Kochrezepte ausprobieren, teste ich Tools. Daher habe ich angefangen, die Tools in einem Tool-Wiki zusammenzustellen. Ich bekomme dafür kein Geld, das ist unbezahlte Werbung. Daher bin ich völlig frei in der Bewertung und Auswahl. Und so sieht das KI-Tool-Wiki aus.

Tools

Damit du dich gut und schnell zurechtfindest, habe ich die Tools nach der Anwendungsart kategorisiert. Es gibt KI-Tools, zum

  • Texte generieren, korrigieren
  • Bilder erstellen und überarbeiten
  • Erstellen von Präsentationen
  • Videos generieren und überarbeiten
  • KI-Tools zur Sprachförderung
  • Chatbots zur Beantwortung von Fragen
  • Chatbots zur Anleitung
  • Personalisierte Lernplattformen
  • Mathe lernen und Codierung

und natürlich noch viele mehr zur Kollaboration, Wissenssicherung, Sprachen lernen, und Gamification, AR und VR.

Welchen Nutzen haben Lehrkräfte vom KI-Wiki?

Im KI-Wiki findest du nur Tools, die ich ausprobiert habe. Für die Auswahl habe ich folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Anwendung: geeignet für den Unterricht an Berufsschulen
  • Kosten: sehr teure Tools habe ich nicht erfasst
  • Usability: übersichtlich und einfach anwendbar
  • Mehrwert und Nutzen
  • Zur Orientierung gibt es verschiedene Filter. Die Tools sind sortierbar nach:
  • Anwendung: Was kann man mit dem Tool machen?
  • Account
  • Kosten
  • Datenschutz

Sobald du auf das Bild klickst, öffnet sich eine Seite. Hier bekommst du weitere Informationen zur Anwendung des Tools mit Beispielen.

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Anwendung

Das KI-Wiki hat nicht den Anspruch alle Tools und Plattformen, die es auf dem Markt gibt, zu erfassen. Es geht mir darum Tools zu zeigen, die du gut im Unterricht oder in der Anleitung einsetzen kannst und deren Nutzung für die Auszubildene einen Mehrwert hat. Mir ist wichtig, dass die Auszubildende eine gute Ausbildung erhalten, die sie für ihre Arbeit und vor allem auch für ihren Alltag und ihre Zukunft gut vorbereitet. Und dazu gibt es wirklich tolle Möglichkeiten.

Vielleicht zögerst du ja noch und traust dich noch nicht. Suche dir ein Tool aus und probiere es vorher für dich aus. Nimm es dann mit in den Unterricht und sage den Lernenden, dass ihr das jetzt einfach gemeinsam mal ausprobiert. Das läuft nicht immer gleich rund. Weil die Technik nicht funktioniert oder man selbst gerade damit überfordert ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich immer gelohnt hat, das gemeinsam mit den Auszubildenden zu thematisieren und zu überlegen, wie und ob das Tool zukünftig eingesetzt werden soll. Das ist LERNEN!☀️

Wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren. Schreibe deine Erfahrung dazu gerne in die Kommentare. Wenn du ein Tool kennst, welches noch auf das Wiki soll, immer her damit!

KI-Wiki

Falls du jetzt neugierig geworden bist, was ich sehr hoffe, dann kannst du dir im KI-Wiki alle Tools genauer anschauen. Schau einfach immer mal wieder vorbei, die Tools werden ständig ergänzt und überarbeitet.

Hier geht es zum KI-Tool-Wiki. Einfach auf das Bild klicken. Du kommst dann, ohne Anmeldung direkt zum KI-Wiki. 👇🏻

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Schreibe mir gerne, welche Tools du gut findest und ich im KI-Wiki ergänzen soll. Oder teile deine Erfahrungen mit den Tools mit.

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So nutzt du ChatGPT im Unterricht: 6 kreative Ideen https://learnventure.online/blog/chatgpt-im-unterricht-6-kreative-ideen/ https://learnventure.online/blog/chatgpt-im-unterricht-6-kreative-ideen/#comments Sun, 24 Mar 2024 00:00:00 +0000 https://learnventure.online/blog/chatgpt-im-unterricht-6-kreative-ideen/ Weiterlesen

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Hast du schon Erfahrungen mit ChatGPT im Unterricht gemacht? Meine Erfahrungen damit sind ganz unterschiedlich. Textgenerierende Künstliche Intelligenzen (KI), wie ChatGPT, Perplexity AI und andere bieten zahlreiche Möglichkeiten, den Unterricht an Berufsschulen zu bereichern und das Lernen für Auszubildende effektiver zu gestalten.

In diesem Artikel zeige ich Möglichkeiten mit Beispielen für den Einsatz von ChatGPT im Unterricht und wie Lehrende und Lernende davon profitieren können. Außerdem gehe ich auf aktuelle Handlungsanweisungen der Ministerien und der damit aufkommenden Fragen und Herausforderungen ein.

Was sind KI´s und Chatbots?

Bevor wir uns mit der Anwendung von KI und Chatbots im Unterricht beschäftigen, wollen wir uns kurz mit den Begriffen auseinandersetzen. KI steht für künstliche Intelligenz und bezeichnet die Fähigkeit von Maschinen, menschenähnliche Entscheidungen zu treffen. Chatbots sind Programme, die in der Lage sind, auf Fragen und Anfragen von Nutzern zu antworten. Sie werden oft in der Kundenbetreuung eingesetzt, um einfache Anfragen zu beantworten.

Textgeneratoren, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, sind in der Lage, Texte in einer Qualität zu erzeugen, dass oftmals nicht zu erkennen ist, ob sie von einem Menschen produziert wurden oder nicht. ChatGPT ist eine textgenerierende KI, die in diesem Blogartikel exemplarisch für weitere textgenerierende KI´s, wie z.B. Perplexity AI, Gemini oder you.com steht. Weitere werden sicherlich in Kürze folgen.

Was ist ChatGPT?

ChatGPT ist ein KI-basiertes Sprachmodell, das in der Lage ist, menschenähnliche Unterhaltungen zu führen. Das Modell wurde mit einer Vielzahl von Texten trainiert und kann aufgrund seines umfangreichen Wissens und seiner Fähigkeit, natürliche Sprache zu verstehen, als nützliches Werkzeug im Unterricht dienen.

Es kann auf Fragen antworten, Probleme lösen und sogar Geschichten erzählen. Bemerkenswert ist, dass ChatGPT in der Lage ist, auch Zusammenhänge zwischen aufeinander folgenden Texteingaben zu berücksichtigen, sodass der Eindruck einer Unterhaltung entsteht.

Basierend auf dem Sprachmodell GPT (generative pre-trained transformer) generiert der Chatbot umfangreiche Antworten auf die Texteingaben der Benutzerin oder des Benutzers. Dabei variieren die Antworten bei jeder Eingabe, weil der Text jedes Mal neu erzeugt wird. Der Einsatz erfolgt zur:

  • Erstellen von Texten
  • Bearbeiten von Texten
  • Bewerten von Texten

Ein Text kann auch eine mathematische Gleichung oder ein Code sein. ChatGPT ist ein virtueller Assistent, der dir und den Lernenden im Unterricht zur Seite steht. Falls du mehr zu ChatGPT erfahren möchtest und wie du damit Zeit sparen kannst, lese dazu  „ChatGPT als Assistent für Lehrkräfte".

Fehlinformationen und Falschaussagen

Nicht immer stimmen alle generierten Antworten. Sie können fehlerhaft sein oder Lücken aufweisen. Das Training von ChatGPT wurde 2021 abgeschlossen. Alles was danach an Informationen kam, ist bis jetzt noch unbekannt. Wissenslücken werden von ChatGPT elegant aufgefüllt. Darum ist es erstmal schwierig, diese zu erkennen.

Vielleicht stellt du dir jetzt die Frage, ob eine textgenerierende KI überhaupt im Unterricht eingesetzt werden darf?

Alle bis jetzt veröffentlichen Handlungsempfehlungen der Ministerien beantworten diese Frage mit “JA” und berufen sich auf den Bildungsauftrag:

„Im Sinne des Bildungs- und Erziehungsauftrags von Schule, zu dem auch ein verantwortungsbewusster und sicherer Umgang mit Medien in der digitalen Welt zählt (§ 2 Absatz 6 Nummer 9 SchulG), ist es auch Aufgabe von Schule, die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Unterrichts mit KI vertraut zu machen und gemeinsam im geschützten Raum zu erfahren, wie KI-basierte Textgeneratoren funktionieren, welche Potentiale, aber auch welche Risiken damit verbunden sein können.“ (Auszug Handlungsempfehlung NRW)

Lernende werden, erlaubt oder nicht, mit Hilfe der KI´s zukünftig lernen. Daher ist es von großer Bedeutung, offen damit umzugehen und gemeinsam zu lernen die KI´s sinnvoll und richtig zu benutzen.

Anwendungsmöglichkeiten

Starten wir mit einem kurzen Überblick, wie du ChatGPT im Unterricht einsetzen kannst. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten ChatGPT im Unterricht einzusetzen. Diese sind abhängig von den Unterrichtszielen, der Zeit und der digitalen Kompetenzen von den Lernenden. Die Art der Anwendungsmöglichkeiten ist vielseitig und wird durch weitere KI´s immer größer. Eine textgenerierenden KI, wie ChatGPT kann zum jetzigen Zeitpunkt:

  • Antworten auf Fragen geben
  • Antworten überprüfen
  • Lernprozesse begleiten (hierzu folgt ein extra Blogartikel)
  • Sprache üben
  • Texte in verschiedene Sprachen übersetzen
  • Texte kürzer und länger machen, Zusammenfassungen schreiben
  • Rollsenspiele erstellen und durchführen
  • Programmieren, Code schreiben
  • Ideen generieren
  • Bücher schreiben
  • kreative Prozesse begleiten, Design Thinking

und vieles mehr.

Schauen wir uns einige Anwendungsmöglichkeiten für den Unterricht an konkreten Beispielen genauer an:


💬 Fragen und Antworten

Die sicherlich häufigste Anwendung im normalen Schulalltag ist, du gibst den Auszubildenden die Möglichkeit, ChatGPT zu verschiedenen Themen Fragen zu stellen. ChatGPT kann ihnen dabei helfen, Verständnisfragen zu klären, komplexe Themen zu erklären oder zusätzliche Informationen zu liefern. Das entlastet dich als Lehrkraft und gibt den Schüler:innen die Möglichkeit, individuell zu lernen.

Mir hilft das sehr, denn ich muss nicht mehr alles wissen und muss keine endlosen Texte zur Verfügung stellen. Jeder kann sich das Wissen holen, welches er für die Aufgabe bzw. zum Thema gerade braucht.

Um in ein Thema einzusteigen, kannst du die Auszubildenden verschiedene Fragen an ChatGPT stellen lassen, ihr könnt ein Brainstorming machen oder Perplexity AI zu aktuellen Nachrichten und Medien fragen. Hierzu finde ich derzeit Perplexity AI besser, weil da bekommst du auch aktuelle Quellenangaben, die verlinkt sind. So kann man immer tiefer in das Thema eintauchen.

Um die Medienkompetenz zu fördern, kann es Sinn machen, die gefunden Antworten gemeinsam zu reflektieren und ggfs. zu überprüfen. Denn ChatGPT gibt fast immer eine Antwort und wenn man noch wenig Kenntnisse zu einem Thema hat, macht es die Überprüfung schwierig. Und nicht immer stimmen die Antworten!

BSP

✍️ Kreatives Schreiben

ChatGPT ist ein Meister im Geschichtenerzählen. Warum also nicht deine Schüler:innen dazu ermutigen, mit ChatGPT interaktive Geschichten zu schreiben? Sie können eine Geschichte beginnen und ChatGPT um Hilfe bitten, um die Handlung weiterzuentwickeln. Das fördert nicht nur ihre Kreativität, sondern auch ihre Schreibfähigkeiten. Oder sie können sich einen Entwurf zu einer Geschichte erstellen lassen, die sie dann selbst weiterschreiben.

Mein Sohn hatte im Rahmen seiner Grafikdesignausbildung, die Aufgabe ein Bild zum Thema “Summer 2069” zu erstellen und hat mit Hilfe von ChatGPT sich Ideen dafür geholt. Hier die Geschichte von der KI mit passendem Bild.

Bilder fuer Blogartikel

Die Lernenden haben Spaß,  aus schwierigen Texten und Themen, ChatGPT Gedichte schreiben zu lassen. Diese können helfen, den Inhalt sich besser zu merken und sorgen oft für eine gute Stimmung, weil die Gedichte, je nach Thema und Prompt (Anweisung an ChatGPT) sehr unterschiedlich sind.

🧑‍🏫 Sprachpraxis

ChatGPT kann ein großartige Unterstützung leisten, um Sprachkenntnisse zu verbessern. Das ist eine Stärke, die einfach und schnell genutzt werden kann. Meine Schüler*innen mit noch schlechten Deutschkenntnissen übersetzen schnell im Unterricht die Texte. Das spart Zeit und ermöglicht ihnen ein schnelles Verstehen, um aktiv am Unterricht teilnehmen zu können.

Du kannst schwierige Texte mit vielen Fremdwörtern in einfache Sprache übersetzen lassen, dazu kannst du sogar das gewünschte Sprachniveau angeben. Ich nutze es oft auch zur Vorbereitung, wenn ich englische Fachtexte habe, mit vielen Wörtern, die ich nicht kenne. Dann lese ich zuerst den Text in Englisch, um zu testen, was ich verstehe. Einzelne Passagen, bei denen ich mir unsicher bin, kopiere ich dann und in ChatGPT oder Perplexity AI, um zu überprüfen, was ich nicht verstanden habe. So verbessere ich nebenbei mein Englisch.

Hierzu ein Beispiel, wie die Auszubildenden damit arbeiten können. Ich habe folgenden Text (mit Fehlern) als Prompt eingegeben: “Du bist mein Englischlehrer. Bitte verbessere folgenden Text und gib mir Feedback, worauf ich zukünftig achten muss. “ Hello, my Name is Katja. In two weeks I will travel for one month to France for visit the Bretagne and Normandie and a lot of castles at the Loire. I’m pleased for walking on the beach with my dog.”

Und diese Antworten bekommen. Mir gefällt das positive Feedback dazu sehr gut.

ChatGPT Feedback Sprache

Deine Schüler:innen können mit ChatGPT in der Zielsprache kommunizieren und ihre Sprechfertigkeiten trainieren. Beim Sprachenlernen können einzelne Sätze, Übersetzungen oder Wörter eingegeben werden und ChatGPT kann dazu Feedback geben, Korrekturen vornehmen und dabei helfen eine Sprache zu erlernen.

📚 Lernen

Die Auszubildenden können KI nutzen, um sich Wissen anzueignen und sich auf Klassenarbeiten vorzubereiten. Hier sind einige Möglichkeiten, wie sie die KI verwenden können:

  1. Erstellen eines Lückentextes: Die Schüler:innen können einen Text von der KI analysieren lassen und daraus einen Lückentext erstellen lassen. Dies kann ihnen helfen, wichtige Informationen zu identifizieren und zu lernen, indem sie die Lücken im Text ausfüllen.
  2. Zusammenfassungen erstellen: Die KI kann den Auszubildenden dabei helfen, kurze Zusammenfassungen von Texten zu erstellen. Dies ermöglicht es ihnen, die wichtigsten Punkte eines Textes zu erfassen und das Gelernte besser zu verstehen und zu behalten.
  3. Gliederung erstellen: Die Auszubildenden können die KI nutzen, um aus einem Text eine Gliederung zu erstellen. Diese Gliederung kann dann als Grundlage für eine Mindmap dienen, die ihnen dabei hilft, das Wissen visuell zu organisieren und zu strukturieren.
  4. Lernfragen generieren: Die KI kann Lernenden dabei helfen, Lernfragen zu erstellen. Diese Fragen können mit oder ohne Antworten sein und dienen dazu, das Wissen zu überprüfen und das Lernen zu vertiefen.

Genau die selben Aufgaben kannst du natürlich auch als Lehrkraft mit Unterstützung der KI schnell erledigen. Zeitsparend kannst du damit einfache Tests erstellen oder Quizzfragen oder Wiederholungsfragen oder…. Probiere es einfach aus.

Ich habe einen Text über Rechte und Pflichten von Auszubildenden kopiert und in Perplexity AI eingefügt mit folgender Anweisung: “Ich bin Auszubildende und muss den Inhalt lernen. Hilf mir dabei und erstelle aus folgendem Text passende Lernfragen.” 

Ich habe aus dem Inhalt innerhalb von Sekunden folgende Fragen erhalten.

Lernfragen

Jetzt wollte ich natürlich auch noch die passenden Antworten. Auch die wurde richtig und schnell erstellt.

Antworten

👨🏼‍💻 Programmieren, Code erstellen

Das geht auch, laut meinen Söhnen sogar richtig gut. Ich kann dazu eher weniger sagen, weil ich da keine Erfahrung mit habe. Allerdings habe ich für meine Website einen HTML Code gebraucht, dazu habe ich den vorhandenen Code kopiert und formuliert, wie das Ergebnis sein soll, den neuen Code eingefügt und siehe da, aus dem roten Button wurde ein ovaler, grüner Button. Das fand ich sehr faszinierend.

🎨 Kreative Prozesse

Nie mehr vor einem leeren Blatt sitzen und nicht wissen, wie anfangen.  Mit Hilfe von ChatGPT eine Ausarbeitung erstellen.   Egal ob Facharbeit, Blogartike, Referat, Planung von Unterricht und vieles mehr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bessere Ergebnisse bekommt, wenn einzelne kleine Schritte, aufeinander aufbauend mit der KI erarbeitet werden.

Also nicht, “Erstelle mir ein Referat zum Thema xy”, sondern zuerst eine Themenübersicht, tiefer einsteigen mit gezielten Fragen in einzelne Bereiche, Beispiele dazu, eine Gliederung erstellen und erst dann einen Text generieren mit gezielten Anweisungen, was an Inhalt rein soll, wo die Schwerpunkte liegen und was dabei herauskommen soll. Mit etwas Übung bekommst du und auch deine Auszubildenden dann sehr brauchbare Ergebnisse.

Vielleicht denkst du jetzt, das sollen die Lernenden doch alles selbst machen, mit deiner Hilfe und den Texten aus den Büchern. Ja, das können sie. Aber ich gehe davon aus, dass sich die Art des Unterrichts zukünftig völlig verändern wird. Vielleicht fragst du dich auch “Und was und wie lernen die Auszubildenden dann?”

Anders! Sie kommen jederzeit an Medien aller Art, die sie für kreative Prozesse anwenden können. Weil das so spannend ist und weil es hier wirklich zu Veränderungen im Unterricht kommt, gibt es dazu in Kürze ein weiterer Blogartikel.

Herausforderungen bei der Verwendung von ChatGPT im Unterricht

Datenschutz

Im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI-Anwendungen im Unterricht sind verschiedene rechtliche Aspekte zu beachten, insbesondere im Hinblick auf die Verarbeitung, Auswertung und ggf. Weitergabe personenbezogener Daten, die derzeit noch nicht abschließend bewertet werden können. Dies auch deswegen, weil die jeweiligen Anwendungsmöglichkeiten und Nutzungsbedingungen von KI-Anwendungen unterschiedlich sein können.

Wenn du in im Unterricht ChatGPT einsetzen möchtest, dann kläre das am Besten im Vorfeld mit der Schulleitung ab. Die meisten KI´s können ohne Account und ohne Angaben von Namen genutzt werden. Der Chatverlauf kann am Ende gelöscht werden. Es gibt inzwischen auch mehrere Anbieter wie z.B. Fobizz und schulKI zum datenschutzsicheren Einsatz im Unterricht.

Schüler*innen über 18 Jahren können selbst darüber entscheiden, wie sie die KI nutzen möchten. Weitere Infos zu dem Thema findest du im Blogartikel  Perplexity als Alternative zu ChatGPT und auf dem KI-Wiki-Tools für den Unterricht.

Quellenangaben

Eine weitere Herausforderung wird sein, wie die Schule zukünftig mit den Hausaufgaben, Ausarbeiten und Facharbeiten bezüglich der Beurteilung und Bewertung umgeht. Es ist nur eine Frage der Zeit und alle Lernenden werden verschiedene KI´s für ihre Ausarbeitungen einsetzen. Je nach Anwendung und mit etwas Übung kannst du erkennen, welche Abschnitte oder Aufgaben mit der KI bearbeitet worden sind. Bisher ist keine Quellenangabe durch ChatGPT möglich, bzw. nur teilweise möglich. Diese sind oft falsch.

Es wird im Wissensbereich gerade daran gearbeitet, wie die KI´s in Abschlussarbeiten als Quelle ziitert werden kann. Das könnte dann z.B. so aussehen:

„Bei der Herstellung dieses Textes [oder wahlweise Bildes oder des Programmiercodes etc.] wurde X [=Name des KI- gestütztes Werkzeugs] eingesetzt. Mit folgenden Prompts [= Anweisungen oder Fragen an die KI] habe ich die KI gesteuert: 1. , 2. .“

Das hat den Vorteil, dass du sehen kannst, wie kompetent der Lernende die KI genutzt hat und vor allem auch wie mit den Ergebnissen umgegangen wurde.

Neue Aufgaben und Kompetenzbeurteilungen sind gefragt

Lern- und Leistungsaufgaben müssen weiterentwickelt werden, um den Einsatz von KI im Unterricht zu berücksichtigen. Bestehende Formate sollten so kombiniert werden, dass der Arbeitsprozess der Schüler:innen im Blick ist. Für Projekt- oder Facharbeiten könnte dies beispielsweise bedeuten, individuelle Forschungsaufträge oder spezifische Versuchsreihen einzubeziehen, die auf die Unterrichtssituation bzw. Lebenswelt oder auf die Ausbildung zugeschnitten sind. Auch die Begleitung des Arbeitsprozesses durch Lehrkräfte gewinnt an Bedeutung. Eine abschließende Präsentation mit einem Gespräch über die Arbeit kann verdeutlichen, dass die Leistung von den Schüler:innen eigenständig erbracht oder KI-gestützt erarbeitet wurde.

individuelles Lernen ermöglichen

Neben den Vorteilen für dich als Lehrkraft bietet ChatGPT auch zahlreiche Vorteile für deine Schüler:innen. Hier sind einige davon:

Individuelles Lernen ermöglichen

Jeder Auszubildende hat unterschiedliche Bedürfnisse und Lerngeschwindigkeiten. ChatGPT kann dabei helfen, individuelles Lernen zu fördern, indem es Auszubildenden rund um die Uhr zur Verfügung steht. Auszubildende können Fragen stellen, wenn sie auf ein Problem stoßen, und sofort eine Antwort erhalten. Dadurch wird das Lernen effizienter und individueller gestaltet. Zum Beispiel könnte ein Auszubildender, der Schwierigkeiten mit einer bestimmten Aufgabe hat, ChatGPT um Unterstützung bitten und so seine Verständnislücken schließen.


Förderung der Problemlösungskompetenz

 Im Berufsleben ist die Fähigkeit zur Problemlösung von großer Bedeutung. ChatGPT kann Lehrende dabei unterstützen, Auszubildenden beizubringen, wie sie Probleme eigenständig lösen können. Anstatt sofort eine Lösung zu präsentieren, können Lehrende ChatGPT als Werkzeug verwenden, um Auszubildende bei der Entwicklung ihrer Problemlösungskompetenz zu unterstützen. Durch gezielte Fragen und Anregungen kann ChatGPT Auszubildende dazu ermutigen, verschiedene Lösungsansätze zu erforschen und ihre kreativen Denkfähigkeiten zu verbessern.


Sprachliche Fähigkeiten verbessern

Der Einsatz von ChatGPT im Unterricht bietet die Möglichkeit, die sprachlichen Fähigkeiten der Auszubildenden zu verbessern. Durch die interaktive Konversation mit ChatGPT können Auszubildende ihre Kommunikationsfähigkeiten in der Zielsprache weiterentwickeln. ChatGPT kann ihnen helfen, ihre Fragen klar und präzise zu formulieren und auf die Antworten angemessen zu reagieren.


Kritische Denkfähigkeiten fördern

 ChatGPT kann dazu beitragen, kritisches Denken bei Auszubildenden zu entwickeln. Lehrende können ChatGPT verwenden, um Auszubildende dazu anzuregen, Fragen zu stellen, Annahmen zu hinterfragen und verschiedene Perspektiven zu betrachten. Indem Auszubildende mit ChatGPT interagieren, werden sie ermutigt, ihre Gedanken zu reflektieren und ihre analytischen Fähigkeiten zu verbessern.


Motivation

Der Einsatz von ChatGPT im Unterricht kann die Motivation der Schüler:innen steigern. Die interaktive Natur von ChatGPT macht den Unterricht spannend und abwechslungsreich, was zu einem größeren Interesse am Lernen führen kann.


Sprachpraxis

Durch die Kommunikation mit ChatGPT können die Schüler:innen ihre Sprachkenntnisse verbessern und ihr Selbstvertrauen beim Sprechen in der Zielsprache stärken.


Unterstützung bei der Hausaufgaben

ChatGPT kann Schülern bei der Hausaufgaben helfen. Sie können Fragen stellen, um ihre Hausaufgaben zu verstehen, oder sogar Antworten auf Fragen finden, die nicht im Lehrbuch stehen.


Lernen auf Klassenarbeiten und Prüfungsvorbereitung

 Chatbots können Schülerinnen und Schülern bei der Vorbereitung auf Prüfungen helfen. Diese Chatbots können Fragen stellen und Feedback geben, um den Lernfortschritt zu überwachen

Möchtest du dazu mehr erfahren, dann komm doch gerne in den Workshop "ChatGPT im Unterricht"

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ChatGPT im Unterricht: 25 Prompts zur einfachen Anwendung https://learnventure.online/blog/chatgpt_im_unterricht/ https://learnventure.online/blog/chatgpt_im_unterricht/#comments Mon, 04 Mar 2024 12:52:00 +0000 KI https://learnventure.online/blog/chatgpt_im_unterricht/ Weiterlesen

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Lehrkräfte kennen ChatGPT, wissen aber oft nicht so richtig, wie man ChatGPT im Unterricht einsetzen kann. Wie ist das mit dir? Hast du ChatGPT und Co, damit meine ich interessante, leistungsfähige Alternativen, schon im Unterricht eingesetzt? Wenn nicht, wird es höchste Zeit, dass du dich mit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) befasst. In diesem Blogartikel bekommst du einen Überblick über den Einsatz von ChatGPT im Unterricht und was dabei zu beachten ist, denn diese innovative Technologie hat das Potenzial, den Lernprozess der Schüler:innen und Auszubildenden auf ein neues Level zu heben.

Beginnen wir mit einem Blick auf die Ministerien und Schulbehörden. Wie positionieren die sich zur Nutzung von KI im Unterricht?

Mit ChatGPT im Unterricht digitale Kompetenzen fördern

Seitens der Ministerien gibt es klare Handlungsempfehlungen für den Einsatz von ChatGPT und anderen KI-Tools im Unterricht. Das Ziel ist die Förderung der digitalen Kompetenzen der Schüler:innen, damit sie den Umgang mit KI erlernen können. In der Handlungsempfehlung des KMK “Bildung in einer digitalen Welt” von 2021, findest du eine klare Positionierung mit Aussagen, wie: “Auszubildende müssen für die Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt fit gemacht werden” und “Auszubildende solle befähigt werden, digitale Technologien kritisch und souverän zu nutzen”.

Es ist jedoch wichtig, dass diese Tools zu Beginn unter Aufsicht einer Lehrkraft eingesetzt werden, insbesondere dann, wenn die Lernenden unter 18 Jahren sind, und die Schüler:innen über die Funktionsweise von ChatGPT aufgeklärt werden. Dadurch lernen sie, die generierten Antworten kritisch zu hinterfragen und zu überprüfen.

Datenschutz: Ein wichtiges Thema im Umgang mit KI

Beim Einsatz von KI-Tools wie ChatGPT ist es unerlässlich, den Datenschutz zu beachten. In allen Handlungsempfehlungen der Ministerien gibt es dazu ganz klare Anweisungen, aus denen hervorgeht, dass die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in jedem Fall eingehalten werden muss. Lehrkräfte dürfen die Auszubildenden nicht dazu anleiten, persönliche Daten einzugeben oder Accounts bei Drittanbietern anzulegen.

Stattdessen sollten KI-Tools ohne Account genutzt werden und der Chatverlauf nach der Nutzung gelöscht werden.

ChatGPT kann auch ohne Anmeldung genutzt werden, wenn du anstatt ChatGPT OpenAI, die ChatGPTx Version nimmst.

Perplexity AI ist auch ein gutes Tool, welches auch Quellen aufzeigt, sowie die Recherchearbeit sinnvoll unterstützt durch Folgefragen. Schau dir dazu gerne meinen Blogartikel an. 

Ein weiteres Tool zur Nutzung ohne Account ist you.com und Microsoft Bing.

Es empfiehlt sich, einen Schul Account zur Nutzung von KI-Tools zu verwenden und auf DSGVO-konforme, kostenpflichtige Tools wie Fobizz oder schulKI zurückzugreifen. Eine offizielle Liste erlaubter Tools gibt es aufgrund des Neutralitätsgebotes nicht, daher sollten Lösungen immer in Absprache mit dem Datenschutzbeauftragten gefunden werden.

Es ist wichtig, die verschiedenen Tools zu vergleichen und diejenigen auszuwählen, die am besten zu den Bedürfnissen der Schüler:innen passen.

Die Grenzen und Risiken von ChatGPT

ChatGPT ist zweifellos ein mächtiges Werkzeug, aber es hat auch seine Grenzen, die du kennen solltest. ChatGPT liefert immer eine Antwort, auch wenn diese falsch oder irreführend sein kann. Es erfindet Inhalte oder Quellen und plappert manchmal einfach nur nach.

🤖 Wichtig zu wissen: ChatGPT 3,5 hat noch keinen Zugriff auf aktuelle Daten. Es kann nur Antworten liefern und sich auf Daten berufen bis Januar 2022. ChatGPT 4, das ist die kostenpflichtige aktuellere Version hat einen Zugriff auf Daten bis April 2023. In Microsoft Bing ist ChatGPT 4 integriert, so kannst du Suchmaschine und ChatGPT 4 nutzen, um aktuellen Zugriff auf Informationen zu haben.

Für aktuelle Recherche Aufgaben kann es daher besser sein, ein anderes Tool, wie Perplexity AI, Bing oder Gemini zu wählen, da diese Zugriff auf aktuelle Informationen haben.

ChatGPT gibt auch sehr vertrauenswürdig Quellen an, die es gar nicht gibt. Es gibt keinen direkten Zugriff auf Quellenangaben, wie du das von Büchern und wissenschaftlichem Arbeiten kennst, daher erfindet ChatGPT manchmal Quellenangaben.

ChatGPT generiert seine Antworten nach Wahrscheinlichkeiten, z.B. auf Frühling folgt … - ja genau Sommer oder “Ich packe meinen …. - Koffer. Daher kann es zu falschen Antworten oder unlogischen Antworten kommen. Außerdem hat die KI keinen Bezug zur Umwelt und kann daher nicht immer richtig reagieren.

👉 Daher ist es wichtig, die generierten Informationen kritisch zu hinterfragen und nicht blind zu vertrauen. ChatGPT kann auch Vorurteile reproduzieren und das eigenständige Denken der Schüler:innen reduzieren, wenn sie sich zu sehr auf die KI verlassen.

Bevor du ChatGPT im Unterricht einsetzt, ist es gut, dich selbst damit genauer zu befassen, um im Umgang damit sicher zu sein.

Schauen wir uns mal an, wofür du ChatGPT im Unterricht nutzen kannst.

Anwendung ChatGPT im Unterricht

Anwendungen von ChatGPT im Unterricht: Von Wissensvermittlung bis zur individuellen Lernunterstützung

ChatGPT bietet eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht. Hier sind vier Beispiele, wie du ChatGPT nutzen kannst, um den Lernprozess der Auszubildenden und Schüler:innen zu unterstützen:

1. Wissensvermittler

ChatGPT kann als Wissensvermittler dienen und alle Fragen eurer Schüler:innen beantworten. Ihr könnt Quizze erstellen und ChatGPT kann Lösungswege aufzeigen. Der große Vorteil ist, dass ChatGPT immer erreichbar ist und den Schüler:innen rund um die Uhr zur Verfügung steht.

2. Schreibpartner

Mit ChatGPT als Schreibpartner können eure Schüler:innen Texte erstellen, zusammenfassen, den Textstil ändern und Texte übersetzen. ChatGPT kann auch bei der Zusammenfassung von Erkenntnissen behilflich sein und so das Schreiben erleichtern.

3. Ideengenerator

ChatGPT kann als Ideengenerator genutzt werden, um beispielsweise Brainstorming-Sessions durchzuführen oder Listen mit Ideen zu erstellen. Die Lernenden können mit ChatGPT Pro- und Contra-Argumente abwägen und Projekte oder Konzepte planen.

4. Lern-Buddy

ChatGPT kann auch als Lern-Buddy fungieren und den Lernprozess der Schüler:innen begleiten. Es kann Motivation und Feedback geben und sich mit den Schüler:innen über Lerninhalte austauschen. Zudem können individuelle Übungsaufgaben erstellt werden, um das Gelernte zu vertiefen.

Um die KI zielführend nutzen zu können, brauchst du die richtigen Prompts. Darunter versteht man den Befehl bzw. die Eingabe, die du machst, um ein gutes Ergebnis zu bekommen. Dazu braucht es etwas Übung. Um dir den Einstieg zu erleichtern findest du im nächsten Abschnitt einige Beispiele dazu.

Prompts zur Anwendung als Wissensvermittler und Lern-Buddy im Unterricht

Wähle den oder die passenden Prompts aus und passe ihn für deine Aufgabe entsprechend an. Du kannst auch mehrere Prompts kombinieren, abhängig davon, was du als Ergebnis haben möchtest. Am Besten suchst du dir eine Anwendung aus und probierst diese mal mit einer Aufgabe mit Text durch. Du kannst den Text dazu in den kostenpflichtigen KI-Versionen hochladen. Ansonsten musst du den Text kopieren und in die KI einfügen. Dann bekommst du genauere und bessere Ergebnisse.

Texte überarbeiten

  • Gib mir Feedback zum Inhalt und der Struktur des Textes.
  • Erstelle eine Lösung für folgende Aufgabe... (Aufgabe eingeben)
  • Zeige mir den Rechenweg / die einzelnen Schritte, die Handlungskette.

Wissen generieren

  • Stelle alle Arten von Fragen, wie
  • Ich bin Pflegeschüler, was muss ich über Thema xy wissen?
  • Was sind die Schritte von ... z.B. der Händedesinfektion?
  • Erkläre mir den Aufbau eines .... z.B. Referates.
  • Was ist der aktuelle Stand zum Thema .... z.B. Arbeitsvertrag für Azubis?

Üben und Wiederholen

  • Erstelle zu dem Thema/Text ein Quiz mit 5/10 oder x Fragen.
  • Erstelle zu dem Thema/Text x Lernfragen für Lernkarten, schreibe die Antworten auf die Rückseite oder an das Textende
  • Erstelle einen Lückentext mit X Lücken.
  • Hier sind Fragen zu einem Thema. Stell mir immer eine Frage und warte auf meine Antwort. Gib mir dann Feedback und stelle dann die nächste Frage.

Anwendung von ChatGPT als Schreibpartner

Fremdsprache lernen

  • Verbessere den Text und erkläre mir die dazugehörigen Grammatikregeln.
  •  Erstelle eine Liste der falsch geschriebenen Wörter.
  • Schreibe den Text in A2 oder B1 Sprachniveau um.
  • Übersetze den Text.

Texte überarbeiten und umschreiben

  • Korrigiere die Grammatik und Rechtschreibung.
  • Schreibe den Text fachlicher, einfacher, kürzer oder länger.
  • Erstelle ein Glossar oder ein Inhaltsverzeichnis.
  • Erstelle eine Zusammenfassung mit ... Abschnitten, verwende Überschriften und Unterüberschriften
  • Gib mir Rückmeldung zu dem Text und gehe auf folgende Kriterien ein: Inhalt, Sprache, Struktur, Argumentation.

Texte verstehen

  • Schreibe alle Fachwörter raus und erkläre sie am Ende des Textes.
  • Was sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Text?
  • Fasse die Kernaussagen in 5 Punkten zusammen.
  • Finde 5 passende Überschriften.
Ideengenerator

Der Umgang mit ChatGPT im Unterricht

Damit der Einsatz von ChatGPT im Unterricht erfolgreich ist, braucht es einen bewussten Umgang mit KI. Lehrkräfte sollten die Funktionsweise von ChatGPT und anderen KI-Tools kennen und an ihre Schüler:innen vermitteln. Gerade zu Beginn, ist es wichtig, verschiedene Anwendungen gemeinsam zu üben und zu reflektieren. Es muss nicht alles perfekt sein.

Am meisten lernen Lehrende und Auszubildende, beim gemeinsamen ausprobieren und arbeiten mit der KI. Dazu könnt ihr im Unterricht z.B.

 💬 gemeinsame Prompts erstellen und anpassen, bis die Ergebnisse gut sind

 💬 die Antworten von der KI vergleichen und auf Vollständigkeit und Fachlichkeit überprüfen

 💬 KI als Gesprächspartner oder als eine andere Person ausprobieren, wie z.B. Robert Koch, Albert Schweizer, Pipi Langstrumpf und vieles mehr.

Es geht darum, gemeinsam herauszufinden, wie die KI das Lernen und die Arbeit fördern und unterstützen kann und wo Grenzen sind.

Dabei sollte auch über die Risiken und Grenzen von KI gesprochen werden. Ein kritischer Umgang und eine sinnvolle Integration von KI in den Unterricht sind entscheidend, um die Vorteile der digitalen Lernunterstützung optimal zu nutzen.

Willst du regelmäßig KI im Unterricht nutzen, ist es für alle Beteiligten hilfreich, Regeln zum Umgang zu erstellen. Die Lernenden müssen wissen, was sie dürfen und vor allem zu welchen Aufgaben oder in welchen Teilen einer Haus,- oder Facharbeit sie ChatGPT und Co einsetzen dürfen. Gibt es diese Regeln nicht, kann es zu bösen Überraschungen kommen, wenn du bei der Korrektur von Haus- oder Facharbeiten feststellst, dass ganze Passagen durch die KI erstellt wurden.

Mögliche Regeln für die Anwendung von ChatGPT im Unterricht

Damit der Einsatz von ChatGPT im Unterricht gelingt, empfiehlt es sich, klare Regeln, gemeinsam im Kollegium und mit den Lernenden festzulegen. Hier sind einige Vorschläge:

1. Legt fest, welche Art von Anwendungen Ihr nutzen möchtet, z.B. Recherche oder Brainstorming.

2. Formuliert den Umfang der Nutzung klar in Arbeitsaufgaben.

3. Definiert, wie ChatGPT für Projekte eingesetzt wird und kennzeichnet die erbrachten Leistungen entsprechend.

4. Legt fest, wie ChatGPT bei Prüfungsleistungen genutzt wird, z.B. als Recherche- und Brainstorming-Tool.

5 Erstellt gemeinsam mit euren Schüler:innen Regeln zur Nutzung von ChatGPT und anderen KI-Tools.

6 Entwickelt Flipped Classroom- und Blended Learning-Formate, um den Einsatz von ChatGPT sinnvoll zu integrieren.

Fazit: ChatGPT als wertvolles Werkzeug für den Unterricht

ChatGPT bietet eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht und kann den Lernprozess eurer Schüler:innen auf vielfältige Weise unterstützen. Von der Wissensvermittlung über die Schreibunterstützung bis hin zur Ideenfindung und individuellen Lernbegleitung - ChatGPT ist ein flexibles und leistungsstarkes Werkzeug. Mit einem bewussten Umgang und klaren Regeln könnt ihr das volle Potenzial von ChatGPT im Unterricht ausschöpfen und eure Schüler:innen auf eine spannende und innovative Lernreise mitnehmen.

Schreib mir gerne über deine Erfahrungen mit ChatGPT im Unterricht.

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